Auf den Inseln des ewigen Sommers tobt eine Party, die kein Ende nimmt. Zwischen Traumstränden, spektakulären Vulkanlandschaften und unberührter Natur feiern 500.000 Menschen ein unwirkliches WM-Märchen, das die ganze Welt in seinen Bann zieht.
"Wenn wir gewinnen, sind wir weiter. Egal, welcher Platz es dann wird. Seit wir hier angekommen sind, war das unser Ziel", sagt Nationalspieler Roberto Lopes vor dem Showdown im 7.500 Kilometer entfernten Houston. Kap Verde habe von dieser Chance "geträumt, wir haben daran geglaubt – und jetzt sind wir hier und wollen mehr".

Gegen Saudi-Arabien kann der Außenseiter in der Nacht auf Samstag (2 Uhr/ARD und MagentaTV) bei seinem WM-Debüt tatsächlich die K.o.-Phase erreichen.
Match-Center: Kap Verde vs. Saudi-Arabien
"Eine Nation von Kriegern"
Nach den sensationellen Punktgewinnen gegen die ehemaligen Weltmeister Spanien (0:0) und Uruguay (2:2) ist mit einem Sieg sogar der Gruppensieg möglich. Mit einem weiteren Unentschieden könnte es zumindest als Gruppendritter für das Sechzehntelfinale reichen.

"Für die Welt mag es eine Überraschung sein, aber für uns nicht", sagt der erste kapverdische WM-Torschütze Kevin Pina über den bisherigen Turnierverlauf. "Egal, wie klein du auch bist", meint auch Trainer Pedro Leitao Brito "wenn du den Willen hast, für das zu kämpfen, was du haben willst, dann erreichst du es auch meistens." Die Kapverden seien "eine Nation von Kriegern".
Etwa 570 Kilometer vor der Westküste Afrikas, wo jede der neun bewohnten kapverdischen Inseln ihr ganz eigenes Flair hat, werden die Menschen am Donnerstagabend um 23 Uhr Ortszeit erneut die Nacht zum Tag machen.
"Wir zeigen, dass ein Land klein sein und finanzielle Schwierigkeiten haben kann, aber wenn es Widerstandsfähigkeit und Durchhaltevermögen besitzt und gut organisiert ist, kann es mit den großen Nationalmannschaften mithalten", sagt Pedro Leitao Brito.

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