Anastasia Potapova hat den Einzug ins US Open-Viertelfinale knapp verpasst. Österreichs Nummer eins musste sich in Flushing Meadows der Weltranglisten-Fünften Mirra Andreeva nach einem intensiven Dreisatzduell mit 7:5, 4:6 und 3:6 geschlagen geben.
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Besonders bitter verlief das Ende. Beim Stand von 3:5 im Entscheidungssatz überstreckte Potapova bei einem langen Schritt ihr linkes Knie. Die 25-Jährige musste behandelt werden, spielte anschließend weiter, konnte sich aber nicht mehr entscheidend wehren und verließ den Platz nach dem Match unter Tränen.
Potapova fordert French-Open-Siegerin
Dabei hatte die Österreicherin einen starken Start erwischt. Potapova nahm Andreeva früh den Aufschlag ab und zwang die Russin mit ihrem druckvollen Spiel immer wieder zu Fehlern. Beim Stand von 6:5 bekam Potapova nach zwei Doppelfehlern ihrer Gegnerin drei Satzbälle. Gleich den ersten nutzte sie, nachdem Andreeva ihre Rückhand ins Aus gesetzt hatte.
Andreeva reagierte im zweiten Satz und schaffte sofort das Break. Potapova antwortete mit drei Games in Folge, konnte das Niveau aber nicht dauerhaft halten. Die 19-jährige Russin erhöhte das Tempo, holte sich den Aufschlagvorteil zurück und erzwang nach 1:40 Stunden den Entscheidungssatz.
Verletzung überschattet Niederlage
Nach einer kurzen Pause entwickelte sich auch im dritten Durchgang ein umkämpftes Match. Gleich die ersten drei Games endeten mit Breaks, wobei Andreeva den Vorteil behielt. Gleichzeitig machte sich bei Potapova die intensive Laufarbeit bemerkbar, ihre Fehlerquote stieg.
Dennoch blieb die Österreicherin bis zum 3:5 in Schlagdistanz. Dann folgte der folgenschwere Schritt, bei dem ihr linkes Knie überstreckt wurde. Nach einer medizinischen Auszeit kehrte Potapova zwar auf den Platz zurück, Andreeva machte aber drei Punkte in Folge und verwertete nach 2:25 Stunden ihren ersten Matchball.

Trotz des bitteren Endes kann Potapova auf ihr bislang bestes Abschneiden bei einem Grand-Slam-Turnier zurückblicken. Besonders der klare Drittrundensieg gegen die Weltranglisten-Zehnte und Vorjahresfinalistin Amanda Anisimova war eines der Highlights bei den US Open 2026.
Zheng mit irrem Comeback-Sieg gegen Swiatek
Auch die Chinesin Zheng Qinwen (23) hat überraschend das Viertelfinale erreicht. Die Olympiasiegerin von 2024, die nach einer Ellenbogen-Operation in der Weltrangliste weit zurückgefallen war und durch die Qualifikation musste, gewann gegen die Polin Iga Swiatek 7:5, 6:3.
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Dabei kam Zheng gegen die Turniersiegerin von 2022 im ersten Satz nach einem 0:5-Rückstand zurück. "Zweimal von 0:5 zurückzukommen ist dann wohl kein Glück mehr. Ich bin nun richtig aufgepumpt", sagte Zheng nach der Partie.
