ICE Hockey League: 99ers mit nächstem Schritt Richtung Titel

Die 99ers führen im ICE-Finale mit 2:0
Die 99ers führen im ICE-Finale mit 2:0ČTK / imago sportfotodienst / BEAUTIFUL SPORTS/Rainer

Die Graz99ers bleiben in den Playoffs 2026 ungeschlagen und sind nur noch zwei Siege vom ersten Titelgewinn in der win2day ICE Hockey League entfernt. Ebenso wie das Auftaktspiel endete auch die zweite Partie am Freitag mit 5:1 zugunsten der 99ers.

Die zweite Finalpartie der ICE Hockey League war von Beginn an hochintensiv. Es dauerte nicht mal drei Minuten, ehe Graz durch einen Schuss von Verteidiger Kasper Kotkansalo in Führung ging. Doch anders als im ersten Finale zeigte sich Pustertal unbeeindruckt und kam im weiteren Verlauf des ersten Drittels vor 3.104 Fans in der ausverkauften Intercable Arena zu einigen Großchancen sowie insgesamt zwei Stangenschüssen. Trotz eines leichten Übergewichts für Pustertal ging es mit einer 1:0-Führung für die Gäste in die erste Drittelpause.

Zum Matchcenter: HC Pustertal - Graz99ers

Im zweiten Abschnitt machte Pustertal genau dort weiter, wo sie im ersten aufgehört hatten, und erarbeitete sich bereits nach wenigen Sekunden zwei weitere Großchancen, während Grunddurchgangssieger Graz in dieser Phase hauptsächlich reagierte. In den ersten fünf Minuten des Mitteldrittels verzeichneten die Wölfe gleich zehn Torschüsse, doch Nicolas Wieser war weiterhin nicht zu überwinden.

Graz dreht auf

Und dann kam es, wie es im Sport oft passiert: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. Daniel Glira musste in der 28. Minute wegen Hakens auf die Strafbank und sechs Sekunden vor Ablauf der Überzahl traf Frank Hora zum 2:0 für die 99ers.

 

 

Exakt vier Minuten später legte Graz nach: Direkt nach einem Bullygewinn von Michael Schiechl kam es zu einem wuchtigen Abschluss von Nick Bailen von der blauen Linie - 3:0 nach 34 Minuten. Dreizehn Sekunden vor Drittelende wurde es noch bitterer für Pustertal, als Anders Koch auf 4:0 für Graz stellte – alle vier Treffer wurden von Verteidigern erzielt. Nur kurz zuvor hatte Pustertal ein Powerplay, scheiterte aber erneut an der Stange.

99ers spielen Führung trocken nachhause

Im Schlussdrittel war deutlich weniger Tempo im Spiel, Großchancen waren Mangelware. In der 52. Minute erhöhten schließlich erneut die Gäste durch einen sehenswerten Treffer von Nick Swaney auf 5:0. Es war der einzige Treffer der Grazer an diesem Abend, der von einem Stürmer erzielt wurde. Vier Minuten vor Schluss kamen dann auch noch die Hausherren durch Adam Almquist aufs Scoreboard. Graz feierte somit den zweiten 5:1-Erfolg in dieser Finalserie und reist mit breiter Brust zurück in die Steiermark.

Statistisch gesehen ist Graz der Meistertitel übrigens kaum noch zu nehmen. In bislang neun Best-of-Seven-Finalserien ging ein Team mit 2:0 in Führung – achtmal wurde dieses anschließend auch Champion. Nur 2010 verspielte Linz eine 2:0-Serienführung und musste sich Salzburg am Ende noch mit 2:4 geschlagen geben.