"Die Spieler haben mittlerweile die Macht, dass sie weg sind, wenn sie wegwollen, Vertrag hin oder her", sagte der ehemalige Bundestrainer und fügte lachend an: "Vielleicht bekomme ich den Leon irgendwann, wenn auch nicht jetzt."
Sturm sieht Draisaitl und Edmonton unter enormem Druck. Mit dem umstrittenen Trainer Mike Babcock, der zuletzt 2019 bei einem NHL-Spiel an der Bande stand, nehmen die Oilers den nächsten Anlauf auf den Stanley Cup, doch die Zeit drängt.
Sturm freut sich auf Peterka
Der kanadische Superstar Connor McDavid ist nur noch für zwei Jahre vertraglich gebunden und könnte bei einem weiteren Misserfolg schon im nächsten Jahr transferiert werden. "Die Zeit ist reif in Edmonton", glaubt Sturm: "Wenn es jetzt mit dem Titel nicht klappt, ist McDavid weg und irgendwann dann auch Draisaitl."
Zwei deutsche Spieler hat Sturm in seinem zweiten Jahr als NHL-Cheftrainer in Boston zur Verfügung. Von John-Jason Peterka, Vizeweltmeister von 2023, erwartet Sturm viel: "Er kann Schlittschuh laufen und ist torgefährlich, er bringt alles mit. Mir gefällt sein Alter, er hat mit 24 noch alles vor sich. Seine Zeit kommt erst noch richtig. Dazu ist er im Powerplay brandgefährlich." Peterka hat er für die Paradereihe mit dem tschechischen Star David Pastrnak vorgesehen.
Lukas Reichel dagegen hat Sturm bereits vor dem Saisonstart in der Nacht zu Mittwoch ins AHL-Team Providence Bruins abgeschoben. Der Ex-Berliner, 2020 in der ersten Runde und damit vor Peterka gedraftet, war schon bei den Chicago Blackhawks und den Vancouver Canucks gescheitert. Boston holte ihn im März - auf Wunsch Sturms: "Er muss bereit sein und sich durchboxen."
