Fünf Scorerpunkte: Überragender Seider führt Detroit zum Sieg

Aktualisiert
Seider war gegen Philadelphia nicht zu stoppen
Seider war gegen Philadelphia nicht zu stoppenRick Osentoski-Imagn Images via Retuers Connect

Dank eines überragenden Moritz Seider haben sich die Detroit Red Wings im Rennen um die Playoffs der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL zurückgemeldet. Der deutsche Nationalspieler zeigte beim 6:3 gegen den Konkurrenten Philadelphia Flyers ein herausragendes Spiel und sammelte zum ersten Mal in seiner Karriere fünf Scorerpunkte.

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Die Detroit Red Wings beendeten ihre Negativserie von drei Spielen ohne Sieg. "Jeder hat heute einen riesigen Schritt nach vorne gemacht, das macht es für uns alle einfacher", sagte Matchwinner Moritz Seider.

Schon früh im zweiten Drittel schien das Spiel dank seines Einflusses entschieden zu sein. Die frühe Führung durch Alex DeBrincat bereitete der Verteidiger vor, nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich brachte Seider selbst sein Team wieder in Front und lieferte eine Minute später einen Assist zum 3:1.

Auch bei den letzten beiden Treffern im Schlussdrittel glänzte er als Vorbereiter. Als Neunter der Eastern Conference mit 91 Punkten besitzt Detroit noch Playoff-Chancen. Die Flyers auf dem achten Rang stehen bei 92 Zählern. "Das war nur eins von vier Spielen für uns. Wir müssen sechs weitere Punkte holen und schauen, wo uns das hinführt", sagte Seider.

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Franchise-Rekord geht im Trubel unter

Dass der ehemalige Mannheimer als erster Detroit-Abwehrspieler seit Reed Larson 1985 an fünf Toren beteiligt war, ging ein wenig unter, weil Kapitän Dylan Larkin ein Dreierpack gelang – und Torhüter John Gibson Mitte des zweiten Drittels verletzt ausschied. 

So redete Seider über seinen Kapitän, seinen Torwart, die schlechte Presse der letzten Wochen. Nur über seine eigene historische Leistung verlor der deutsche NHL-Star keine Worte – er wurde gar nicht danach gefragt. Dass der deutsche Eishockey-Nationalspieler gerade als erster Verteidiger der Detroit Red Wings seit 41 Jahren einen Klubrekord eingestellt hatte, hatte offenbar niemand auf dem Zettel.