Den letztlich deutlichen Arbeitssieg über Außenseiter Frankreich quittierte Leon Draisaitl mit einem Lächeln. Der Star der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft wusste: Für eine Medaille bei den Winterspielen in Mailand bedarf es einer Leistungssteigerung.
Und trotzdem durfte sich das mit so vielen außergewöhnlichen Einzelspielern gespickte Team nach dem lange mühevollen 5:1 (3:0, 0:1, 2:0) von den vielen deutschen Fans in der Santagiulia Arena feiern lassen.
Match-Center: Deutschland vs. Frankreich
Draisaitl warnt vor Slowakei
"Ein paar individuelle Fehler haben uns wehgetan, aber alles in allem war es ein verdienter Sieg und ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Draisaitl. Mit Blick auf das Viertelfinale am Mittwochmittag (12:10 Uhr/ZDF und Eurosport) gegen die Slowakei warnte er: "Das wird ein schwieriges Spiel. Uns ist bewusst, dass sie eine sehr, sehr gefährliche Mannschaft sind. Wir müssen unser Spiel aufs Eis bringen."
Der Traum von einer Medaille lebt – obwohl das DEB-Team die hohen Erwartungen bislang nicht erfüllt hat. Auch gegen Frankreich knüpfte die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis an die durchwachsenen Leistungen der Vorrunde an.

Kapitän Draisaitl (4.), Frederik Tiffels (11.) und John-Jason Peterka (19.) sorgten zwar für eine deutliche Führung, Pierre-Edouard Bellemare (25.) brachte die defensiv anfälligen Franzosen gegen zunehmend passive Deutsche aber heran und sorgte für Nervosität in der DEB-Defensive.
Erst Joshua Samanski (47.) per Abstauber sorgte für Beruhigung. Zudem durften sich die Deutschen bei NHL-Goalie Philipp Grubauer bedanken. Nico Sturm (60.) traf zum Endstand ins leere Tor.
