In der mit 7.668 Zuschauern in der gut besuchten Swiss Life Arena erwischte Österreich den besseren Start. Bereits nach 50 Sekunden hatte Paul Huber die erste große Möglichkeit. Die frühe Führung fiel wenig später im ersten Powerplay: Vinzenz Rohrer verwertete einen Abpraller nach einem Schuss von Peter Schneider zum 1:0 (6.).
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Die Ungarn fanden danach aber besser ins Spiel zurück und glichen ebenfalls in Überzahl aus. Istvan Sofron traf mit einem Schlagschuss zum 1:1 (12.). In weiterer Folge entwickelte sich eine zerfahrene Partie mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Österreich tat sich offensiv schwer und fand vor allem im zweiten Drittel kaum Rhythmus. Defensiv musste Torhüter Atte Tolvanen mehrfach eingreifen, der diesmal den Vorzug gegenüber David Kickert erhielt.
Im Schlussabschnitt gelang Österreich schließlich die Entscheidung. Eine weitere Strafe der Ungarn nutzte Dominic Zwerger im Powerplay zum 2:1 (47.). Nur 44 Sekunden später erhöhte Thimo Nickl auf 3:1, wobei ein ungarischer Verteidiger den Puck unglücklich ins eigene Tor abfälschte.
Nervenkitzel dank vermeidbarer Strafen
Trotz der scheinbaren Vorentscheidung wurde es noch einmal spannend. Nach Strafen gegen Lucas Thaler und Gregor Biber spielten die Ungarn fast zwei Minuten in doppelter Überzahl und verkürzten durch Peter Vincze auf 2:3 (58.). In der Schlussphase drängte Ungarn auf den Ausgleich. Sekunden vor dem Ende traf Nickl schließlich ins leere Tor zum 4:2-Endstand.
Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel hat Österreich sein Minimalziel Klassenerhalt de facto fix, da sich die direkten Konkurrenten Großbritannien und Ungarn im weiteren Turnierverlauf noch gegenseitig Punkte abnehmen. Damit kann die ÖEHV-Auswahl in den restlichen Partien nun befreit aufspielen, um auch 2026 die Chance aufs Viertelfinale zu ergreifen.
ÖEHV-Teamchef Roger Bader war nach dem Spiel erleichtert: "Wir haben im ersten Drittel gut angefangen. Danach wollten wir zu schön die Tore herausspielen. Dann waren die Ungarn stark. Im zweiten Drittel haben wir drei Powerplays nicht verwertet. Das war ein Spiel auf Messers Schneide. Dann hat Dominic Zwerger als Topleistungsträger gezeigt, wie wichtig er ist. Ich gehe davon aus, dass das den Klassenerhalt bedeutet. Das ist für uns sehr wichtig, jetzt können wir weitere Ziele anstreben.“
