Der NIHF betonte nicht nur seine Position, dass Russland von internationalen Wettbewerben ausgeschlossen bleiben sollte, "solange der Krieg in der Ukraine andauert". Man wolle auch "die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Spieler, Betreuer und deren Familien" schützen, hieß es weiter, Spiele gegen Russland "unter den aktuellen Umständen" würden Spieler und Staff "signifikanten Sicherheitsrisiken aussetzen".
Wenig später schlossen sich Schweden und Lettland mit ähnlich lautenden Erklärungen an. Dänemarks Verbandspräsident Henrik Bach Nielsen sagte: "Wir haben beschlossen, nicht gegen Russland zu spielen. Es würde im Chaos enden, wenn wir es tun würden."
Zuvor hatte bereits der finnische Verbandspräsident Heikki Hietanen einen Boykott angekündigt und im WM-Teilnehmerfeld um Unterstützung für eine "gemeinsame Front" geworben. Sein tschechischer Amtskollege Alois Hadamczik erklärte: "Wenn diese Nationen sich vereinen, kann das etwas verändern."
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hatte nach der Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS zur sofortigen Zulassung Russlands eine Rückgabe der Heim-WM (13. bis 30. Mai 2027) nicht ausgeschlossen. Das Council des Weltverbandes IIHF mit dem neuen Präsidenten Franz Reindl konferiert seit Montag über die Folgen des Urteils.
