De Miguel erlag demnach um 8 Uhr im Universitätskrankenhaus Nuestra Señora de Candelaria seinen Verletzungen. "Es gibt keine tröstenden Worte; nichts kann diese unermessliche Trauer lindern", schrieb der Verein in seiner Mitteilung: "Wir stehen an der Seite seiner trauernden Familie, seiner Angehörigen, von ganz Teneriffa, das heute diesen grausamen Verlust betrauert."
Horrorfoul
Die Tragödie hatte sich am Montagabend in der siebten Minute der Nachspielzeit beim Stand von 2:2 ereignet. Vor den Augen seiner Ehefrau und seiner 16 Monate alten Tochter sprintete de Miguel bei einem Konter einem langen Ball hinterher, als auch Andorras Torhüter Jesus Owono Richtung Mittellinie stürmte.
Dort kam es zur fatalen Kollision: Owono traf den Angreifer schwer am Kopf, de Miguel blieb regungslos liegen. Der Keeper sah die Rote Karte, Schiedsrichter Manuel Perez brach die Partie angesichts der dramatischen Szenen und unter Tränen sämtlicher Spieler umgehend ab.
Teneriffa bittet um Privatsphäre
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge erlitt de Miguel auf dem Weg ins Krankenhaus einen Herzstillstand. Er wurde wiederbelebt, es gab trügerische Hoffnung: Am Abend sprach der Klub noch von einem "stabilen Zustand trotz der Schwere der Verletzungen", der Stürmer lag bewusstlos auf der Intensivstation.
In der Nacht verschlechterte sich sein neurologischer Zustand dramatisch, am Morgen folgte die Todesnachricht. Teneriffa bat "um größtmögliche Achtung" der Privatsphäre der Familie "in dieser schweren Zeit".
"Völlig niedergeschmettert"
Die Anteilnahme im spanischen Fußball ist enorm. Bereits in der Nacht hatten zahlreiche Erst- und Zweitligisten ihre Genesungswünsche übermittelt, am Dienstag folgten Beileidsbekundungen unter anderem von Real Madrid, dem FC Barcelona sowie dem spanischen Verband RFEF.
Der FC Andorra und sein prominenter Vereinspräsident Gerard Piqué zeigten sich ebenfalls tief betroffen. "Mit gebrochenem Herzen und völlig niedergeschmettert möchten wir der Familie, all seinen Kollegen, Freunden und CD Teneriffa unser aufrichtiges Beileid aussprechen", schrieb der Klub.
De Miguel stammte aus Madrid und wurde in der Jugend von CD Leganés ausgebildet. 2025 wechselte er nach Teneriffa, wurde dort zu einem der Leistungsträger und führte den Traditionsklub im Sommer mit elf Treffern zum Aufstieg in die Segunda División.
