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2. Bundesliga: Darmstadt springt aus Tabellenkeller – Wagner nach Pleite "sauer"

Aktualisiert
Sandro Wagner musste direkt zu Beginn eine herbe Klatsche einstecken
Sandro Wagner musste direkt zu Beginn eine herbe Klatsche einsteckenMarco Steinbrenner / DeFodi Images / Profimedia

Der SV Darmstadt 98 hat mit dem zweiten Sieg in den letzten drei Spielen den Sprung aus dem Tabellenkeller geschafft. Am 7. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga gewannen die Lilien gegen Energie Cottbus mit 3:1 (1:1). In der Jagd auf die Aufstiegsplätze hat derweil der 1. FC Magdeburg den Anschluss gehalten, nachdem man Hannover 96 klar mit 3:0 (2:0) besiegen konnte. Außerdem trennten sich der VfL Osnabrück und Dynamo Dresden mit 1:1 (0:1).

SV Darmstadt 98 vs. Energie Cottbus 3:1 (1:1)

Darmstadt 98 hat dank des zweiten Saisonsieges den letzten Tabellenplatz verlassen und die Rote Laterne an Holstein Kiel abgegeben. Vor heimischer Kulisse gewannen die Lilien am siebten Spieltag 3:1 (1:1) gegen Energie Cottbus. Die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt, die vor der Länderspielpause noch eine klare 1:5-Niederlage beim VfL Wolfsburg kassiert hatte, kletterte mit nun sieben Punkten vom 18. auf den 13. Rang.

In einer von Beginn an turbulenten Partie mit vielen Chancen auf beiden Seiten gelang den Gästen die frühe Führung (4.). Nach einem langen Ball vom eigenen Sechzehner, bei dem sich Darmstadts Innenverteidigung verschätzte, lief Justin Butler frei auf das Tor zu. Darmstadt tat sich insgesamt schwerer, glich aber durch den ersten Saisontreffer von Noah Weißhaupt (36.) aus.

Spielernoten: Darmstadt vs. Cottbus
Spielernoten: Darmstadt vs. CottbusFlashscore

In der zweiten Halbzeit passierte deutlich weniger. In der Schlussviertelstunde machten die Gastgeber jedoch noch einmal Druck. Aleksandar Vukotic, der noch beim Gegentor gepatzt hatte, traf nach einer Ecke zum 2:1 (77.). Wenig später machte Yannik Lührs (88.) alles klar.

Zum Match-Center: SV Darmstadt 98 vs. Energie Cottbus 

1. FC Magdeburg vs. Hannover 96 3:0 (2:0)

Sandro Wagner hat einen denkbar schlechten Einstand als Trainer des Zweitligisten Hannover 96 erlebt. Bei seiner Rückkehr in den deutschen Profifußball nach elf Monaten verlor der Ex-Profi am Samstag mit den Niedersachsen mit 0:3 (0:2) beim starken 1. FC Magdeburg. Auf Wagner wartet vor seiner Heimpremiere gegen den FC St. Pauli am kommenden Wochenende noch viel Arbeit.

Ein frühes Slapstick-Gegentor leitete die Niederlage ein: Hannovers Franz Roggow wurde von Moritz-Broni Kwarteng (3.) überrascht, von dessen Fuß der Ball ins Tor prallte (3.). Emmanuel Iyoha (30.) und Mateusz Zukowski (86.) legten nach und besiegelten Hannovers vierte Saisonpleite. Der FCM schob sich dagegen in die Spitzengruppe.

Spielernoten: Magdeburg vs. Hannover
Spielernoten: Magdeburg vs. HannoverFlashscore

"Traurig und sauer" zeigte sich Wagner im Anschluss an die Pleite. "Wir brauchen eine bessere Aggressivität, wir müssen hungriger sein und mit mehr Intensität reingehen", sagte der 38-Jährige bei Sky: "Das sind Themen, da müssen wir uns besser kennenlernen."

Nach dem Missverständnis beim FC Augsburg hatte Wagner versprochen, dass es in Hannover "keine One-Man-Show" geben werde. Der frühere Co-Trainer des deutschen Nationalteams soll 96 nach dem schwachen Start unter Vorgänger Christian Titz stabilisieren und zeitnah zurück in die Bundesliga führen (Vertrag bis 2028).

Erst einmal musste Wagner allerdings einen Dämpfer verdauen. Nach dem frühen Schock war immerhin phasenweise zu erkennen, was der neue Coach von seinem Team erwartet. Hannover attackierte früh und schaltete nach Ballgewinnen schnell um, wirkte in einigen Momenten aber verunsichert. Magdeburg fand dazu immer wieder Lösungen und agierte wacher: Iyoha schaltete nach einem Abpraller am schnellsten.

Statistiken: Magdeburg vs. Hannover
Statistiken: Magdeburg vs. HannoverFlashscore

Etwas aktiver präsentierte sich Wagners Mannschaft nach dem Seitenwechsel. Dafür bot Hannover aber Räume für die Magdeburger, die auf einen Konter und das dritte Tor lauerten. Ein Pfostentreffer von Marcel Hartel (72.) blieb lange die beste Chance der Gäste in der Schlussphase. Wagner schaute ziemlich bedröppelt drein, nachdem Zukowski nach einem Konter zur Entscheidung getroffen hatte.

Zum Match-Center: 1. FC Magdeburg vs. Hannover 96

VfL Osnabrück vs. Dynamo Dresden 1:1 (0:1)

Dynamo Dresden hat den ersten Auswärtssieg der Saison spät verspielt. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm musste sich bei Aufsteiger VfL Osnabrück mit einem 1:1 (1:0) begnügen und bleibt damit im Tabellenkeller.

Spielernoten: Osnabrück vs. Dresden
Spielernoten: Osnabrück vs. DresdenFlashscore

Niklas Hauptmann (38.) brachte die Sachsen zunächst in Führung, Robin Fabinski (87.) gelang aber noch der Ausgleich. Osnabrück liegt damit weiter im Tabellenmittelfeld.

Die Gäste begannen dominant, nach 20 Minuten hatte Dynamo rund 75 Prozent Ballbesitz. Große Chancen erspielten sich die Sachsen zunächst aber nicht. Osnabrück stand in der Defensive stabil und lauerte auf Umschaltmomente. Der Abschluss von Bernd Riesselmann war aber zu harmlos (35.). Die Dresdner Führung war nicht unverdient. Nach einem schönen Zusammenspiel zwischen Jonas Sterner und Tobias Raschl stand Kapitän Hauptmann richtig.

Statistiken: Osnabrück vs. Dresden
Statistiken: Osnabrück vs. DresdenFlashscore

Die Gäste suchten auch nach dem Wechsel den Weg nach vorne. Ein Schuss von Robert Wagner verfehlte sein Ziel knapp (49.). Osnabrück war in der Folge zwar bemüht, tat sich aber schwer, klare Chancen zu erspielen. Dann drückte Fabinski den Ball per Kopf aus kurzer Distanz über die Linie.

Zum Match-Center: VfL Osnabrück vs. Dynamo Dresden

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