Dass sich der Wechsel etwas verzögerte, lag auch an der Trainersuche der Leverkusener. Eichhorn wartete ab, bis Carles Martinez am Freitag vergangener Woche offiziell als neuer Cheftrainer vorgestellt wurde. Martinez traf sich laut Berichten bereits mit dem Spieler in Berlin und konnte ihn mit seinen sportlichen Plänen und Entwicklungsideen überzeugen.
Für den Teenager gaben auch historische Beispiele eine Rolle: Leverkusen gilt als hervorragende Adresse für junge Spieler, wie die Karrieren von Florian Wirtz, Kai Havertz, Julian Brandt oder Benjamin Henrichs zeigen, die allesamt als Minderjährige bei Bayer den Durchbruch schafften. Zuletzt hatte Ibrahim Maza in der letzten Sommer-Transferperiode den Schritt zur Werkself gewagt – und vollends überzeugt.
Eichhorn brach in Liga zwei Rekorde
Möglich gemacht wird der Transfer durch eine Ausstiegsklausel im Vertrag des Mittelfeldspielers, die noch bis zum 15. Juni Gültigkeit besessen hätte. Die fixierte Ablösesumme liegt bei knapp unter 10 Millionen Euro. Sie fällt damit etwas geringer aus als für andere Mitbewerber, da sich der künftige Europa-League-Teilnehmer Leverkusen nicht für die Champions League qualifizieren konnte. Zusätzlich fließt ein stattliches Handgeld ("Signing fee"), das laut Berichten bei rund 10 Millionen Euro liegen soll.
Aus sportlicher Sicht ist die Verpflichtung des spielstarken und flexiblen Talents, das sowohl auf der Sechser- als auch auf der Achter-Position agieren kann, ein echter Coup für den Double-Gewinner von 2024. Eichhorn ist mit seinen 17 Zweitliga-Einsätzen bereits der jüngste Torschütze in der Geschichte der 2. Bundesliga.
Für Hertha BSC und Trainer Stefan Leitl bedeutet der Abgang hingegen einen schweren sportlichen Verlust auf einer zentralen Position. Wirtschaftlich gesehen hilft die Millionen-Einnahme dem Berliner Club jedoch massiv bei der Erfüllung von DFL-Auflagen und der geplanten Umstrukturierung des Kaders.
