Mit dem 2:0-Vorsprung aus dem Hinspiel im Rücken erwischte die Austria vor heimischem Publikum dennoch einen denkbar schlechten Start. Bereits in der vierten Minute nutzte Ismael Haïdara einen Abpraller von Torhüter Samuel Şahin-Radlinger zur überraschenden Führung der Gäste.
Die Partie nahm kurz darauf eine entscheidende Wendung. Ex-Austrianer Marvin Martins brachte Kelvin Boateng als letzter Mann zu Fall und sah bereits in der achten Minute die Rote Karte. In Überzahl übernahmen die Wiener zunehmend die Kontrolle und kamen nach 20 Minuten zum verdienten Ausgleich. Innenverteidiger Jonas Feddersen setzte sich energisch durch und traf mit einem platzierten Flachschuss zum 1:1.
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Noch vor der Pause drehte die Mannschaft von Stephan Helm die Begegnung. Nach einer starken Einzelaktion von Matteo Schablas landete der Ball über Vasilije Marković bei Boateng, der den Abpraller des gegnerischen Torhüters zur 2:1-Führung verwertete. Weitere Chancen durch Marković, Boateng und Schablas blieben ungenutzt.
Ranftl sorgt für die Entscheidung
Nach dem Seitenwechsel kontrollierte Austria Wien das Spielgeschehen gegen die dezimierten Letten weitgehend. Die Gastgeber ließen Ball und Gegner laufen, ohne dabei das Risiko zu erhöhen. In der 66. Minute fiel schließlich die Vorentscheidung. Manfred Fischer legte den Ball an der Strafraumgrenze auf Reinhold Ranftl ab, der flach ins linke Eck zum 3:1 traf.
In der Schlussphase verwalteten die Wiener ihren Vorsprung souverän. Die beste Möglichkeit auf einen weiteren Treffer vergab Noah Eggestein in der Nachspielzeit, als der gegnerische Torhüter seinen Abschluss entschärfte.
Mit dem 3:1-Heimsieg und einem Gesamtscore von 5:1 zieht Austria Wien verdient in die dritte Qualifikationsrunde der UEFA Conference League ein. Dort wartet Beitar Jerusalem. Das Hinspiel findet am 6. August auf neutralem Boden im rumänischen Ploiești statt, ehe eine Woche später das Rückspiel in Wien ausgetragen wird.
