Die Hausherren gingen personell angeschlagen in die Partie. Neben dem verletzten Offensivduo Telalovic/Obuz fehlte auch Außenverteidiger Bouebari aufgrund einer Gelbsperre. Koschinat reagierte und brachte Potocnik, Brumme, Celebi sowie Kostka (für Hofmann) in der Startelf. Gästecoach Sascha Hildmann vertraute hingegen zum dritten Mal in Folge derselben Formation.
Bei Regen und Wind übernahmen die Essener vor 16.517 Zuschauern rasch die Spielkontrolle. Nach ersten Annäherungsversuchen durch Marek Janssen (9.) und Dickson Abiama (12.) belohnte sich RWE in der 15. Spielminute für das giftige Pressing.

Nach einem eklatanten Fehlpass von Regensburgs Schönfelder am eigenen Strafraum bediente Abiama mit einer Flanke den mitgelaufenen Lucas Brumme. SSV-Keeper Hannes Hermann segelte unter der Kugel durch, sodass Brumme per Kopf aus vier Metern mühelos zum 1:0 vollenden konnte.
Essener Chancenwucher und Potocnik-Verletzung
In der Folge wirkten die Oberpfälzer verunsichert. Essen presste hoch, erzwang zahlreiche Ballverluste, verpasste es jedoch, nachzulegen. Potocnik (21.) hatte die beste Gelegenheit zum zweiten Treffer, verdrehte sich bei der Aktion jedoch den rechten Fuß und musste bereits in der 23. Minute ausgewechselt werden – ein Wermutstropfen für RWE.
Zum Match-Center: Rot-Weiß Essen vs. Jahn Regensburg
Kurz vor dem Seitenwechsel stellte der Jahn den Spielverlauf fast auf den Kopf: Nach Vorarbeit von Boujellab scheiterte David Philipp in der 43. Minute mit einem gefährlichen Schlenzer aus 14 Metern am glänzend parierenden RWE-Schlussmann Richard Golz.
Regensburg stellt um – RWE bringt Sieg über die Zeit
Zur zweiten Halbzeit stellte Hildmann das System um: Innenverteidiger Mätzler wich für Stürmer Hobsch, wodurch der Jahn auf ein 4-4-2 wechselte. Dadurch stabilisierten sich die Gäste spielerisch, ohne jedoch im Spiel nach vorne echte Durchschlagskraft zu entwickeln.
Essen blieb die spielbestimmende Mannschaft, ließ aber im letzten Drittel die nötige Präzision vermissen. So entwickelte sich die Partie zu einem Abnutzungskampf auf schmalem Grat. Die beste Chance für die Gäste ergab sich in der 80. Minute, als Lucas Hermes nach einem der wenigen gelungenen Angriffe aus spitzem Winkel über das Tor schoss.
Letztlich blieb es beim knappen, aber völlig verdienten 1:0-Erfolg für die Rot-Weiß Essen. Während Jahn Regensburg nach dem dritten Spiel ohne Sieg weiter auf dem 18. Tabellenplatz feststeckt, richtet sich der Blick in Essen bereits nach vorne: Am kommenden Dienstag empfängt RWE im DFB-Pokal an der Hafenstraße den Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig.
