2019 in Ägypten: Favoritenstürze im Minutentakt
Die Skepsis gegenüber der Turniererweiterung wich schnell der Begeisterung. Bereits im Achtelfinale sorgten zahlreiche Außenseiter für Drama. Gastgeber Ägypten scheiterte überraschend an Südafrika, das nach schwacher Vorrunde taktisch reif auftrat und die Pharaonen dominierte. Der späte Siegtreffer von Thembinkosi Lorch krönte eine der größten Überraschungen des Turniers.
Schon zuvor war Marokko im Elfmeterschießen gegen Benin ausgeschieden – trotz zahlreicher Chancen und eines verschossenen Elfmeters von Hakim Ziyech in der Nachspielzeit. Auch Titelverteidiger Kamerun musste früh die Segel streichen: Nigeria drehte ein wildes Spiel dank eines Doppelpacks von Odion Ighalo.
Für Begeisterung sorgte zudem Madagaskar, das bei seiner ersten Teilnahme DR Kongo im Elfmeterschießen eliminierte. Ghana verabschiedete sich ebenfalls früh, als Tunesien nach Elfmeterschießen eine Serie von sechs Halbfinal-Teilnahmen der Black Stars in Folge beendete.
2021 in Kamerun: Chaos, Corona und Heldengeschichten
Auch in Kamerun blieb das Achtelfinale unberechenbar. Äquatorialguinea setzte seinen Lauf fort und warf Mali im Elfmeterschießen raus. Das Märchen der Komoren endete dagegen unter kuriosen Umständen: Aufgrund kurzfristig geänderter COVID-Regeln musste ein Feldspieler ins Tor – eine Entscheidung der CAF, die für große Kritik sorgte.
Trotz Unterzahl und Improvisation lieferten die Komoren dem Gastgeber einen heroischen Kampf. Gambia feierte derweil einen historischen Sieg gegen Guinea, während Nigeria überraschend an Tunesien scheiterte. Im Topspiel setzte sich Ägypten gegen die Elfenbeinküste durch – Torwart Mohamed Abou Gabal wurde im Elfmeterschießen zum Matchwinner.
2023 in der Elfenbeinküste: Die Favoriten wackeln weiter
Auch das jüngste Achtelfinale bestätigte den Trend. Nigeria schaltete Kamerun souverän aus, während Guinea erstmals ein K.-o.-Spiel beim Afrika-Cup gewann. Das Elfmeterschießen zwischen DR Kongo und Ägypten dauerte rekordverdächtig lange – mit dem besseren Ende für die Kongolesen.
Für Ekstase sorgte der Gastgeber: Die Elfenbeinküste warf Titelverteidiger Senegal im Elfmeterschießen aus dem Turnier. Den Schlusspunkt setzte jedoch eine der größten Sensationen der jüngeren Turniergeschichte: Südafrika besiegte Marokko mit 2:0. Ein verschossener Elfmeter von Achraf Hakimi, eine Rote Karte gegen Sofyan Amrabat und ein Traumfreistoß von Teboho Mokoena besiegelten das Aus des Mitfavoriten.
