Zum Hauptinhalt springen

Eberl zur Musiala-Erkrankung: "Genauso vorsichtig wie in den Monaten zuvor"

Bayern muss die Medikation für Musiala neu einstellen
Bayern muss die Medikation für Musiala neu einstellenČTK / imago sportfotodienst / Bernd Feil/M.i.S.

Nachdem die gesundheitliche Situation von Jamal Musiala vor wenigen Tagen an die Öffentlichkeit gelangt ist, hat sich FC Bayerns Sportvorstand Max Eberl am Freitag gegenüber Ran ausführlich zum Umgang des Vereins mit dem Offensivstar geäußert. Der Klub begleite das Thema demnach keineswegs erst seit Kurzem, sondern sei schon seit vielen Monaten eng in alle Abläufe eingebunden.

Eberl betonte den vertrauensvollen Umgang beim FC Bayern und stellte klar: "Der große Unterschied seit Dienstag ist, dass die Öffentlichkeit nun von Jamals Erkrankung weiß. Für uns als Verein, für das Team und die Mitarbeiter ist das ein Thema, mit dem wir uns seit Monaten beschäftigen, und wir unterstützen Jamal dabei."

Enger Austausch mit Fachärzten und Rücksicht auf Persönlichkeitsrechte

Weiter führte der Sportvorstand aus: "Jetzt, da die Öffentlichkeit davon weiß und mehr Fragen gestellt werden, versuchen wir, sein Persönlichkeitsrecht und seinen Wunsch, darüber zu sprechen, zu respektieren. Das haben wir immer getan. Das ist jetzt die große Veränderung. Unser Umgang mit Jamal hat sich in den vergangenen Tagen nicht wesentlich verändert. Wir gehen genauso vorsichtig, gewissenhaft und unterstützend miteinander um wie in den Monaten zuvor."

Ob der Offensivspieler irgendwann wieder vollkommen beschwerdefrei auf dem Platz stehen kann, stufte Eberl als reine medizinische Frage ein: "Was ich sagen kann, ist Folgendes: Wir stehen seit Monaten in engem Austausch mit Neurologen, seinen Spezialisten und unseren Mannschaftsärzten. Alles geschieht in enger Abstimmung mit Jamal, und seine Wünsche werden dabei immer berücksichtigt."

Dosisanpassung soll gewohntes Niveau wiederherstellen

Eberl gab zudem tiefere Einblicke in den bisherigen Behandlungsverlauf: "Jamal hat einen großen Wunsch, Fußball zu spielen. Er möchte die Lebensfreude zurückhaben, die er vorher hatte. Jeder, der regelmäßig Medikamente einnehmen muss, wäre froh, wenn er darauf irgendwann verzichten könnte. Genau an diesem Punkt waren wir: Jamal war sehr gut eingestellt. Dann hatte er den Wunsch, weniger Medikamente einzunehmen, und hat seine Behandlung etwas angepasst. Leider führte das zu zwei Vorfällen, die kurzfristig offenbar auch für die Öffentlichkeit sichtbar waren."

Aktuell werde die Medikation wieder korrigiert, um Stabilität zu gewährleisten: "Jetzt wird die Dosierung wieder auf ein Niveau angepasst, mit dem er erneut eine niedrige Anfallsrate erreichen kann – weiter möchte ich mich dazu nicht äußern. Wir haben die gesamte zweite Saisonhälfte gespielt, Jamal stand auf dem Platz, und niemand hat etwas bemerkt. Genau das möchten wir sehr gerne wieder erreichen. Im Idealfall natürlich eine vollständige Genesung – ob das möglich ist, ist eine medizinische Frage. Darüber möchte ich nicht spekulieren."