Während die Kiezkicker mit dem Rücken zur Wand stehen und darauf bedacht waren, sich früh für das Endspiel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) zu emotionalisieren, schlug Hecking ruhigere Töne an. Das direkte Duell am letzten Bundesliga-Spieltag sei für ihn "noch sehr weit weg", sagte er nach der knappen 0:1 (0:0)-Niederlage gegen Bayern München.
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Immerhin räumte der Wolfsburger Trainer letztlich im ZDF-Interview ein, sein Team müsse "auf Pauli auf jeden Fall auf Sieg spielen".

Denn die Situation bleibt vor dem Ligafinale brisant: Weil auch St. Pauli sein Spiel am Samstag bei RB Leipzig mit 1:2 (0:1) verlor, bewegte sich in der Tabelle nichts. Wolfsburg liegt auf Relegationsrang 16, ist punktgleich mit dem Tabellen-17. St. Pauli (26 Punkte) und hat ein um drei Treffer besseres Torverhältnis. Die Hamburger sind somit zum Siegen verdammt. "Es ist ein Finale. Wir müssen uns wie auf ein Pokalfinale vorbereiten", sagte Irvine.
Wölfe im Formhoch
Die Formkurve sprach zuletzt deutlich für Wolfsburg: Die Wölfe holten aus den vergangenen vier Spielen immerhin fünf Punkte.
Auch die Leistung aus dem Bayern-Spiel, in dessen erster Halbzeit Wolfsburg in Führung hätte gehen können, ehe Michael Olise (56.) dem VfL den Nackenschlag per Traumtor versetzte, stimmte Hecking optimistisch: "Es ändert letztendlich nichts, ob wir unentschieden gespielt oder verloren haben. An der Situation ändert sich nichts. Für das Gefühl ist es trotzdem ein gutes Spiel", sagte er bei Sky.
St. Pauli wartet dagegen seit neun Partien auf einen Sieg, spielte aber in Leipzig ähnlich wie Wolfsburg gegen die Bayern stark mit. Deshalb sieht Trainer Alexander Blessin sein Team im Endspiel keineswegs chancenlos. "Gegen Wolfsburg müssen wir genauso spielen wie heute. Ob es dann einen Zwei- oder Dreikampf gibt, ist egal. Wenn wir das Spiel gewinnen, haben wir es selbst in der Hand." Die Entscheidung fällt am Samstag – in der Schlacht am Millerntor.
