Zudem bleibt die ARD-Sportschau die erste Adresse für die Zusammenfassungen im Free-TV. Auch im ZDF-Sportstudio läuft weiter die Bundesliga. Sky zeigt künftig die Einzelspiele am Freitag und Samstag sowie Spiele der 2. Liga. Dafür verlor der Pay-TV-Anbieter die Rechte an der Bundesliga-Konferenz, die künftig ebenso wie die Sonntagsspiele bei DAZN laufen wird. ProSieben/SAT.1 hat erneut das Paket mit den neun Livespielen für das Free-TV erworben. Das Topspiel der 2. Bundesliga läuft bei RTL und Sky.
"Die Mitgliederversammlung war sehr harmonisch und mit sehr guten Ergebnissen", sagte DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke. Die Resultate seien ein "großer Erfolg für die Liga und die Geschäftsführer - ein guter Tag für den deutschen Profifußball". DFL-Geschäftsführer Steffen Merkel schwärmte von "Stabilität und Planungssicherheit auf höchstem Niveau".
DAZN-Rechtsstreit verzögerte Auktion
Seit der Saison 2020/21 erhielten die 36 Profiklubs im Schnitt genau 1,1 Milliarden Euro pro Saison, im Zyklus zuvor waren es noch 1,16 Milliarden Euro je Spieljahr. Am Montag war die Neuauflage der Medienrechte gestartet. Der Restart der war als Folge des Schiedsspruchs im Streit zwischen der DFL und dem Streaminganbieter DAZN Ende September notwendig geworden. Mitte April hatte die DFL wegen des Disputs mit DAZN, wie Sky noch bis Ende der laufenden Saison Inhaber der Liverechte, die Auktion ausgesetzt.
Konkret ging es dabei im Paket B um die Samstagsspiele um 15.30 Uhr sowie die Einzelbegegnungen am Freitagabend und die Relegation - insgesamt 196 Partien pro Saison. DAZN fühlte sich diskriminiert, weil sein Angebot abgelehnt wurde, obwohl es "das finanziell attraktivste und überzeugendste" gewesen sei. Die DFL akzeptierte allerdings die von DAZN abgegebenen Finanzgarantien nicht. Deshalb soll Paket B trotz eines niedrigeren Angebots (angeblich 320 Millionen pro Spielzeit) damals an Sky gegangen sein.
Sky und DAZN zufrieden
Sky hat trotz des Verlusts der Bundesliga-Konferenz mit Zufriedenheit auf die Vergabe der deutschsprachigen Medienrechte reagiert. "Sky bleibt das Zuhause der Bundesliga", sagte Barny Mills, CEO von Sky Deutschland: "Sky hat mehr Spiele als bisher, die meisten Spiele insgesamt und die besten Partien." Sky habe seine "Position als führender Sportanbieter langfristig" gefestigt und trage in den kommenden vier Jahren "zum Wachstum der Liga bei".
Auch der zweite große Live-Anbieter DAZN wertete den Ausgang positiv. "Wir freuen uns sehr, dass wir unsere Partnerschaft mit der DFL und den Bundesligavereinen bis 2029 langfristig ausbauen können", sagte DAZN-CEO Alice Mascia: "Mit dieser Investition erhöhen wir unsere Bundesliga-Reichweite und verpflichten uns, allen Fußballfans noch mehr Möglichkeiten und Innovationen zu bieten, ihren Lieblingssport zu verfolgen."
Dank der Rechte an der Champions League, der Klub-WM sowie der Bundesliga, sei DAZN nun "die konkurrenzlose Heimat des Fußballs", so Mascia weiter.
Man feiere "sehr, dass wir uns wieder das attraktivste Bundesliga-Rechte-Paket für das Free-TV sichern konnten", sagte Henrik Pabst, Chief Content Officer von ProSiebenSat.1. Dies sei "ein großartiges Zeichen". RTL freute sich mit dem Zuschlag für das Topspiel der 2. Bundesliga am Samstagabend auf "Traditionsvereine mit einer enorm treuen Fangemeinde" sowie das "attraktivste Highlight-Rechte-Paket" für RTL+ mit Ausschnitten aller 617 Spiele samt Relegation und Supercup.
