Der argentinische Fußball-Weltmeister Enzo Fernández (23.) erzielte den Treffer das Tages für Chelsea, das im Finale am 16. Mai gegen Manchester City zum neunten Mal den FA Cup gewinnen will. Die Cityzens hatten sich im anderen Halbfinale 2:1 gegen den Zweitligisten FC Southampton durchgesetzt.
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Nach der Entlassung von Coach Liam Rosenior am vergangenen Mittwoch (die Quittung für sieben Niederlagen aus den letzten acht Spielen) stand Chelsea unter Zugzwang. Interimstrainer Calum McFarlane übernahm die schwere Aufgabe, das Team gegen ein formstarkes Leeds United (sieben Spiele ungeschlagen) wieder in die Spur zu führen.
McFarlane sah einen mutigen Beginn seiner Mannschaft, doch die erste Großchance gehörte in der 15. Minute den "Whites": Robert Sánchez rettete glänzend per Fußabwehr gegen Brenden Aaronson, der nach einem Steilpass plötzlich völlig frei vor dem Tor aufgetaucht war. Auf der Gegenseite meldete sich Top-Scorer João Pedro nach seiner Verletzungspause eindrucksvoll zurück, scheiterte bei seinem Comeback jedoch zunächst am Innenpfosten.
Leeds in Durchgang eins zu ängstlich
In der 23. Minute endete schließlich Chelseas Durststrecke von drei Spielen ohne eigenen Treffer: Pedro Neto flankte präzise auf den sträflich freien Enzo Fernández, der zum 1:0 einköpfte. Für den Argentinier war es das 13. Saisontor – und ein besonderes dazu, trug er doch erstmals die Kapitänsbinde, nachdem er im Vormonat unter Rosenior aufgrund von Wechselgerüchten noch suspendiert worden war. Leeds wirkte bei seinem ersten Halbfinale seit 1987 von der großen Bühne sichtlich eingeschüchtert, weshalb die Pausenführung für Chelsea absolut verdient war.

Leeds-Trainer Farke reagierte zur Halbzeit mit einem Doppelwechsel und der Umstellung auf eine Viererkette: Anton Stach und Joe Rodon ersetzten James Justin und Jaka Bijol. Die Maßnahme fruchtete fast sofort, als Stach mit seinem ersten Ballkontakt einen Fernschuss abfeuerte, den Sánchez gerade noch über die Latte lenken konnte. In einer nun offeneren Partie vergab Pedro zunächst die Vorentscheidung, bevor Dominic Calvert-Lewin per Kopf am Chelsea-Keeper scheiterte.
Trotz einer deutlichen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang blieb Leeds ein Treffer verwehrt. Damit verloren die Whites zum dritten Mal in Folge mit 0:1 im neuen Wembley-Stadion. Während das Warten auf ein Endspiel-Debüt seit 1973 weitergeht und der Fokus nun auf dem Abstiegskampf in der Premier League liegt, winkt Chelsea am 16. Mai die Rettung einer schwierigen Saison. Der achtmalige Champion bleibt damit im FA Cup gegen Leeds weiterhin ungeschlagen.
