Sportlich: Meilensteine und Angstgegner
In Florida gab es diese Woche Historisches zu feiern: Lionel Messi bestritt am Sonntag beim "Sunshine Derby" gegen Orlando City sein 100. Pflichtspiel für Inter Miami. Die Bilanz seiner ersten 100 Partien in Pink ist schlichtweg atemberaubend: Mit 86 Toren und 45 Assists stellt er seine eigenen Start-Statistiken bei Barcelona (41 Tore/14 Assists) und Argentinien (46 Tore/27 Assists) locker in den Schatten.
Auch im Spiel selbst zauberte "La Pulga" mit einem Tor und einer Vorlage zur zwischenzeitlichen 3:0-Führung, doch das Ende war schmerzhaft: Orlando drehte die Partie furios zu einem 4:3-Sieg und vermaliedete Messis Jubiläumsnacht.
Für Cristiano Ronaldo verlief das Wochenende in Saudi-Arabien noch deutlich düsterer. Bei der 1:3-Niederlage gegen Al-Qadsiah blieb CR7 nicht nur ohne Torerfolg (ein Lattenkracher war das Höchste der Gefühle), sondern besiegelte auch einen Negativ-Rekord: Er ist nun seit vier Spielen gegen Al-Qadsiah sieglos – die längste Durststrecke seiner gesamten Profikarriere gegen einen einzelnen Klub. Damit riss auch die beeindruckende Serie von 20 Pflichtspielsiegen in Folge für Al-Nassr, was den Vorsprung im Titelrennen gefährlich schmelzen lässt.
Während die Debatte um den GOAT weiter tobt, meldete sich Arsenal-Legende Thierry Henry zu Wort. Er verglich das Duo mit Federer und Nadal und weigerte sich, einen Sieger zu küren: "Beide stehen auf dem Fußball-Mond."
Dennoch sorgt eine Enthüllung von Ex-Barça-Präsident Bartomeu für Aufsehen: Er verriet jüngst, dass ein namentlich nicht genannter Klub (nicht ManCity) einst bereit war, Messis damalige Ausstiegsklausel von 400 Millionen Euro zu ziehen, was Barcelona zwang, diese auf 700 Millionen anzuheben.
Das GOAT-o-Meter der Woche schlägt diesmal deutlich pro Messi aus. Der Argentinier glänzt bei seinem 100. Jubiläum mit Scorerpunkten, während Ronaldo gegen seinen neuen Angstgegner strauchelt und die Tabellenführung gefährdet.

Boulevard: Benzinhaltiger Besuch und ein G-Wagon in Gelb-Blau
Abseits des Platzes lebte Lionel Messi beim Formel-1-Grand-Prix von Miami den Traum eines jeden Motorsport-Fans. Gemeinsam mit seiner Familie besuchte er die Box von Mercedes, wo er von George Russell und Kimi Antonelli (dem späteren Rennsieger) empfangen wurde. Messi ließ es sich nicht nehmen, im Cockpit eines Silberpfeils Platz zu nehmen und sich das komplexe Lenkrad erklären zu lassen. Zudem traf er auf seinen Landsmann Franco Colapinto, den einzigen Argentinier im Feld. Ein Video von Messi, wie er sichtlich fasziniert die Technik inspiziert, ging in den sozialen Medien viral.
Cristiano Ronaldo konterte den PS-Auftritt seines Rivalen mit einem handfesten Luxuskauf. Der Portugiese gönnte sich ein maßgeschneidertes Mercedes-AMG G63 Cabriolet für schlappe 1,32 Millionen Dollar. Das Besondere: Von diesem Modell existieren weltweit nur 20 Stück, und Ronaldos Version ist in den Vereinsfarben von Al-Nassr (Gelb und Blau) gehalten, inklusive "CR7"-Einstiegsleisten. Bei einem geschätzten Vermögen von 1,4 Milliarden Dollar ist das für Ronaldo wohl eher ein nettes Souvenir als eine große Investition.
Doch Messi zeigt auch seine geschäftstüchtige Seite – und zwar mit Herz. Er hat offiziell den spanischen Fünftligisten UE Cornellà gekauft. In einer Videobotschaft an die Mannschaft erklärte der neue Besitzer: "Wir sind hier, um zu wachsen und euch zu helfen." Damit vertieft Messi seine Wurzeln in Katalonien weiter, während Gerüchte über einen Kauf des Viertligisten Terrassa FC dementiert wurden.
Ausblick: Showdown-Stimmung und Schicksalsspiele
Die kommenden Tage stehen ganz im Zeichen der Entscheidung. Nach dem Auswärtsspiel bei Al-Shabab am Donnerstag (20 Uhr/DAZN und Sportdigital Fussball) ist für Cristiano Ronaldo ist der kommende Dienstag rot im Kalender markiert: Das Derby gegen den Erzrivalen Al-Hilal ist nach der jüngsten Pleite zum absoluten Pflichtsieg mutiert. Sollte Al-Nassr erneut patzen, könnte der sicher geglaubte Meistertitel in der Wüste noch verspielt werden.
Zusätzlich steht für Ronaldo am 16. Mai das Finale der AFC Champions League 2 an – die Chance, seine unglaubliche Trophäensammlung zu erweitern.
Lionel Messi und Inter Miami reisen am Samstag zur besten deutschen Sendezeit nach Toronto. Nach der Derby-Niederlage gegen Orlando steht Wiedergutmachung auf dem Programm. Messi will seine Fabelquote von 86 Toren in 100 Spielen weiter ausbauen und die Führung in der Eastern Conference zementieren.
