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"Make or Break" in Jahr zwei? Liverpool-Hoffnungsträger Wirtz am Wendepunkt

Florian Wirtz will auch das Zusammenspiel mit Stürmer Alexander Isak verbessern.
Florian Wirtz will auch das Zusammenspiel mit Stürmer Alexander Isak verbessern.Action Images via Reuters

Als Florian Wirtz vor einem Jahr erstmals durch den ikonischen Spielertunnel lief, war er gleich mehr als ein gewöhnlicher Neuzugang. Er war das 125-Millionen-Euro-Versprechen des FC Liverpool, der Zauberfuß, der fortan an der Anfield Road den Unterschied machen sollte. In Leverkusen konnte er sein Spiel schließlich leicht aussehen lassen, doch auf der Insel wurde es dann erst einmal schwer.

Heute, rund zwölf Monate und eine Saison mit einigen Höhen, aber deutlich mehr Tiefen später, ist der Druck keineswegs geringer. Von einer "Make-or-Break"-Saison, einer Spielzeit der Entscheidung für Wirtz, sprach Jamie Carragher bereits. Im Vorjahr habe der Ausnahmekönner mehrere Monate Zeit erhalten, betonte die LFC-Klubikone im Telegraph, diese Saison aber werde Wirtz "wahrscheinlich nur wenige Wochen bekommen".

Der Nationalspieler steht zum Start der englischen Liga gleich im Fokus. In der ersten Saison auf der Insel, die für Liverpool mit Platz fünf vollkommen enttäuschend verlaufen war, habe er viel gelernt. "Ich habe jetzt verstanden, wie Premier-League-Fußball gespielt wird, und ich denke, ich bin besser auf meine zweite Saison vorbereitet", versichert Wirtz.

Von Galaauftritten, wie er sie fast wöchentlich in Leverkusen auf den Rasen gezaubert hatte, war er weit entfernt - obwohl er sich bei seiner ersten Station fernab der Heimat langsam gesteigert hatte. Es habe einige Spiele gegeben, "in denen ich mit mir nicht zufrieden war", sagt Wirtz, aber auch "viele, in denen ich mich auf dem Platz wohlgefühlt habe".

Immerhin durfte er unter dem neuen Trainer Andoni Iraola bislang auf der Zehn ran, seiner "Lieblingsposition", wie er betont, und prompt lief das Zusammenspiel mit Multimillionen-Stürmer Alexander Isak besser. Im Zentrum erkennt Wirtz die Räume, im Zentrum macht er seine Mitspieler besser. Im Vorjahr musste er häufig auf die Außenbahn ausweichen.

Auch Woltemade will sich steigern

Er hoffe, dass das Team in dieser Saison die "richtige Energie und Mentalität findet, damit jeder Spieler sein Potenzial besser entfalten kann", sagt Wirtz, der am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) zum Auftakt bei Newcastle United gefordert ist - gegen Nick Woltemade.

Wie Wirtz musste der schlaksige Stürmer in der Vorsaison häufig auf anderen Positionen ran. Woltemade legte nach dem überraschenden Wechsel von Stuttgart nach Newcastle zwar einen Traumstart hin, stürzte dann aber derart tief in eine Formkrise, dass er bei den Fans immer kritischer gesehen wurde und sogar bei der WM seinen Stammplatz im DFB-Team verlor.

Matthias Jaissle, Newcastles neuer deutscher Coach, will dem Angreifer helfen. Der 24-Jährige, um den es im Sommer allerhand Gerüchte gegeben hatte, "sollte die Vergangenheit hinter sich lassen, denn sie ist etwas, das wir nicht ändern können", sagte Jaissle. Das gilt auch für Wirtz.

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