Belgien und Italien lieferten sich von Beginn an einen offenen und temporeichen Schlagabtausch. Die "Roten Teufel" starteten extrem druckvoll und strahlten durch Dierckx, Nga Kana und vor allem Benktib – der gleich doppelt die Führung auf dem Fuß hatte – große Torgefahr aus. Doch auch die Italiener versteckten sich nicht: Dattilo, Corigliano und Croci verbuchten gute Gelegenheiten für die Azzurri. Dass es torlos in die Kabinen ging, war nicht zuletzt Italien-Keeper Lupo zu verdanken, der mit starken Paraden die Null hielt.
Zum Match-Center: Belgien vs. Italien
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Belgien am Drücker. Seke und Dierckx prüften den glänzend aufgelegten Lupo erneut. Italien reagierte, brachte mit frischen Kräften wie Perillo und Landi neuen Schwung in die Partie, geriet dann aber doch in Rückstand: In der 71. Minute war es der frisch eingewechselte Cobiella, der Lupo mit einer starken Einzelleistung und einem präzisen Linksschuss zum 1:0 überraschte.
Italien zeigte sich jedoch unbeeindruckt und drängte sofort auf den Ausgleich. Nur wenig später blockte Dierckx nach einer Ecke einen Schuss von Ballarin mit dem Arm – Elfmeter für Italien! Fugazzola übernahm die Verantwortung und verwandelte eiskalt mit links zum 1:1-Ausgleich.
Lupo und Perillo werden zu Helden vom Punkt
Da in der regulären Spielzeit keine weiteren Tore fielen, musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen. Hier avancierte Torhüter Lupo endgültig zum Matchwinner, indem er einen belgischen Versuch parierte, während ein weiterer Schuss der Belgier das Tor verfehlte. Den entscheidenden Treffer zum Titelgewinn markierte schließlich Perillo, der den gegnerischen Keeper souverän verlud.
Für den vielversprechenden italienischen Nachwuchs ist es nach 2024 der nächste große EM-Triumph – ein Erfolg, von dem die kriselnde A-Nationalmannschaft, die die kommende Weltmeisterschaft verpassen wird, derzeit nur träumen kann.
