Mit Bosnien-Herzegowina steht Dzeko vor dem letzten Spiel in der Gruppe B gegen Katar unter Druck. Am Mittwoch (21.00 Uhr/MagentaTV) braucht die Mannschaft von Trainer Sergej Barbarez in Seattle dringend einen Sieg, um bei der erst zweiten Teilnahme an einer Endrunde nicht schon wieder vor der K.o.-Phase die Heimreise antreten zu müssen.
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Das frühe Aus 2014 hatte Dzeko selbst hautnah miterlebt. Damals verhalf er Bosnien-Herzegowina in Brasilien mit einem Tor beim 3:1 gegen den Iran zum bislang einzigen WM-Sieg. Beim XXL-Turnier in den USA, Mexiko und Kanada wartet der Routinier bislang noch auf seinen ersten Treffer.
Dzeko will weitermachen
Das 1:1 gegen Co-Gastgeber Kanada hatte er von der Bank aus verfolgen müssen, beim schmerzhaften 1:4 gegen die Schweiz agierte er bis zu seiner Auswechslung in der 63. Minute glücklos. Doch Dzekos Wert sei "enorm", hatte Barbarez schon vor dem WM-Start betont: "Wenn er da ist, egal in welcher Verfassung, ist das Gold wert." Und so dürfte der Fokus beim "Endspiel" der Bosnier einmal mehr auf dem Kapitän liegen.
Und was kommt nach der WM, egal wie sie endet für Dzeko? Zuletzt hatte der Aufstiegsheld der Königsblauen immer wieder auf eine Entscheidung nach der WM verwiesen. Aber auch darauf, dass er den Fußball immer noch "liebe". Dies gilt auch für die Nationalmannschaft. Wenn er noch fit genug sei, um auf Klubebene zu spielen, hatte Dzeko vor der Endrunde erklärt - warum solle er dann in der Nationalmannschaft aufhören? Wenn sein Land und der Trainer ihn bräuchten, sagte er, "dann komme ich immer".
Dass Dzeko, der mit dem VfL Wolfsburg 2009 deutscher Meister wurde, anschließend vor allem für Manchester City und die AS Rom Tore wie am Fließband erzielte, noch einmal die Chance auf eine WM erhalten wird, erscheint jedoch kaum vorstellbar. Das Duell mit Katar könnte sein letzter Tanz auf der ganz großen Bühne sein.
