Im Sechzehntelfinale zog der Linksverteidiger von der linken Seite nach innen und traf in der Verlängerung unhaltbar in den Winkel. Trotz des Traumtors musste sich Kap Verde am Ende mit 2:3 nach Verlängerung geschlagen geben. Die FIFA hatte die zwölf schönsten Treffer des Turniers für das finale Fan-Voting nominiert.
Cabral: "Es war einfach surreal"
"Es war einfach surreal", sagte Cabral im Gespräch mit der FIFA und blickte auf den besonderen Moment zurück, der Kap Verde bei seiner ersten Weltmeisterschaft von einer noch größeren Sensation träumen ließ. Der 23-Jährige, der in Rotterdam geboren wurde und für Trabzonspor spielt, bezeichnete die Auszeichnung als "eine riesige Ehre und eine Anerkennung, die sich jeder Spieler wünscht".

"Ich freue mich sehr über die Wertschätzung aller Menschen, die mein Tor zum besten des Turniers gewählt haben", erklärte Cabral.
Nach eigener Aussage war der Treffer kein Zufallsprodukt.
"Es war das zweite Mal, dass ich so ein Tor erzielt habe. (...) Es war also nichts völlig Neues für mich. Aber ein Tor dieser Qualität auf einer Bühne wie einer Weltmeisterschaft zu schießen, ist etwas Besonderes. Das ist ein Moment, der für immer in der Karriere bleibt", erklärte Cabral den Treffer.
Die Auszeichnung krönt den historischen WM-Auftritt Kap Verdes. Die Mannschaft blieb in der Gruppenphase gegen Spanien, Uruguay und Saudi-Arabien ungeschlagen und verlangte später auch Titelverteidiger Argentinien im Achtelfinale alles ab: "Das Schönste ist zu sehen, dass nach der WM viel mehr Menschen unser Land kennen. Ich spüre, dass Kap Verde, unser Volk und unsere Spieler sehr viel Sympathie entgegengebracht wird. Dieser Respekt und diese Anerkennung sind unbezahlbar", sagte Cabral.
Cabral setzt sich gegen Messi und Co. durch
Für den Außenverteidiger ist die Entwicklung seiner Nationalmannschaft noch längst nicht abgeschlossen: "Das ist erst der Anfang. (...) Eine neue Generation wächst heran und wir werden noch stärker zurückkommen."
Neben dem Tor von Sidny Lopes Cabral standen auch die Treffer des Bosniers Kerim Alajbegovic, des Haitianers Wilson Isidor, des Usbeken Eldor Shomurodov, des Neuseeländers Elijah Just, des Japaners Daizen Maeda, des Franzosen Kylian Mbappé, des Argentiniers Lionel Messi, des Norwegers Erling Haaland, des Argentiniers Julián Álvarez, des Engländers Jude Bellingham und des Spaniers Ferran Torres auf der Liste.
