VOZINHA (40) - Kap Verde
Mit seiner famosen Leistung beim Auftakt gegen Spanien (0:0) wurde Vozinha quasi über Nacht zum Star. Seine Followerzahl bei Instagram schoss nach einem Aufruf im brasilianischen Fernsehen kometenhaft in die Höhe, dem Torhüter folgen mittlerweile 15,6 Millionen Menschen - und damit mehr als beispielsweise DFB-Keeper Manuel Neuer. Und für den neuen Volkshelden aus Kap Verde, der bürgerlich Josimar José Évora Dias heißt und in Portugals zweiter Liga kickt, wurde es noch besser: Durch die Hilfe des US-Außenministeriums konnte seine Mutter Ana Candida Evora zum Spiel gegen Uruguay (2:2) kommen, nachdem sie die Auftaktpartie gegen Spanien aufgrund von Visaproblemen verpasst hatte.
ELOY ROOM (37) - Curacao
Eloy Room machte sich auf Curacao mit seinen 15 Paraden gegen Ecuador (0:0) unsterblich - und ging in die Geschichtsbücher ein. Nie zuvor hatte ein Torhüter in der regulären Spielzeit einer WM-Partie mehr Torschüsse pariert, zur Belohnung gab es den historischen ersten WM-Punkt des kleinsten Teilnehmers der Geschichte und ein Tänzchen mit dem niederländischen Königspaar in der Kabine. Die sieben Gegentreffer, die Room beim 1:7 gegen das DFB-Team kassiert hatte, waren da längst vergessen. Der im niederländischen Nijmegen geborene Torhüter steht beim Miami FC unter Vertrag.
ALIREZA BEIRANVAND (33) - Iran
Seine Bewerbung für die beste Parade der WM hat Alireza Beiranvand bereits abgegeben. In der 59. Minute des Spiels gegen Belgien (0:0) lag der iranische Keeper schon am Boden, fuhr aber geistesgegenwärtig seine linke Hand aus - und rettete spektakulär gegen den Abschluss von Belgiens Maxim de Cuyper. Mit insgesamt sieben Paraden sicherte Beiranvand seinem Team einen Punkt gegen die Roten Teufel. Trainer Amir Ghalenoei lobte seinen Keeper hinterher als "intelligent, erfahren und in Topform". Der 33-Jährige ist seit 2018 die Nummer eins des dreimaligen Asienmeisters.
MOHAMMED AL-OWAIS (34) - Saudi-Arabien
Mohammed al-Owais machte sich bereits bei der WM 2022 einen Namen, als er beim berühmten 2:1-Sieg von Saudi-Arabien gegen den späteren Weltmeister Argentinien überragte und zum Spieler des Spiels ernannt wurde. Vier Jahre später glänzte er erneut beim WM-Auftakt der Saudis - und brachte Uruguay beim überraschenden 1:1 mit neun Paraden zur Verzweiflung. Gegen das Starensemble der Spanier musste al-Owais, der in seiner Heimat nur in der zweiten Liga spielt, im zweiten Gruppenspiel dann jedoch vier Mal hinter sich greifen.
