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Füllkrug trifft bei Comeback – Elversberg übersteht Krimi, Siege für TSG & Hannover

Füllkrug traf gegen Lüneburg vom Punkt
Füllkrug traf gegen Lüneburg vom PunktEibner-Pressefoto/Marcel von Fehrn, Eibner-Pressefoto / Alamy / Profimedia

Niclas Füllkrug hat bei seinem Comeback für Werder Bremen einen Einstand nach Maß gefeiert. Der Rückkehrer stand vier Tage nach seinem Wechsel im DFB-Pokal direkt in der Startelf und traf beim hochverdienten 3:0 (1:0)-Erstrundensieg der Grün-Weißen beim niedersächsischen Oberligisten Lüneburger SK Hansa per Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 2:0 (53.).

Jens Stage (11.) hatte dominante Bremer von Trainer Daniel Thioune zuvor in Führung gebracht, Ludovit Reis sorgte für den Endstand (76.). Die Lüneburger, bei denen vier Hamburger-SV-Fans in der Startelf standen, hielten im Millerntor-Stadion des FC St. Pauli über weite Strecken tapfer dagegen, waren letztlich aber chancenlos.

Zum Match-Center: Lüneburger Hansa vs. Werder Bremen

Werder hatte Füllkrug, der an der Weser einst zum Nationalspieler und Bundesliga-Torschützenkönig avanciert war, am Dienstag für ein Jahr vom englischen Premier-League-Absteiger West Ham United ausgeliehen. Neben dem 33-Jährigen standen mit Torhüter Alexander Schlager und Reis zwei weitere Sommer-Neuzugänge in der Startformation.

Der ehemalige HSV-Kapitän Reis hatte gleich die erste gute Gelegenheit (1.), Stage traf per Kopf, ehe Füllkrug den Ball mit seiner ersten guten Gelegenheit knapp über das Tor köpfte (13.). Nach der Pause, die sich wegen eines Lochs im Tornetz etwas in die Länge zog, holte Stage mit einem Solo den Elfmeter raus, den Füllkrug eiskalt verwandelte. Kurz danach wurde er ausgewechselt. Reis machte endgültig alles klar.

Die Stats zum Spiel
Die Stats zum SpielFlashscore

Bremen startet am nächsten Sonntag (30. August) beim SC Freiburg in die neue Bundesliga-Saison.

Hoffenheim ohne Probleme in Aue

Europa-League-Teilnehmer TSG Hoffenheim hat die erste Hürde problemlos übersprungen. Beim überzeugenden 4:0 (3:0) beim sächsischen Viertligisten Erzgebirge Aue gefielen in der Mannschaft von Trainer Christian Ilzer vor allem Doppeltorschütze Patrick Wimmer und das neu verpflichtete Supertalent Nathan De Cat. Der Sieg hätte noch höher ausfallen können.

Zum Match-Center: Erzgebirge Aue vs. TSG Hoffenheim

Wimmer erzielte nach Vorarbeit der beiden Neuzugänge Leon Avdullahu und De Cat zunächst die frühe Führung für die TSG (6.). Nur wenig später legte der Angreifer den zweiten Treffer durch Wouter Burger auf (17.), Burger hatte den vorausgehenden Konter noch selbst eingeleitet. Sekunden vor der Pause (45.+1) profitierte Wimmer dann von einer verunglückten Abwehraktion von Paul Wagner. Den vierten Treffer erzielte der eingewechselte Max Moerstedt (63.).

Der erst 17 Jahre alte und von zahlreichen Klubs umworbene De Cat, den die Hoffenheimer für 17 Millionen Euro vom belgischen Rekordmeister verpflichtet hatte, gab ein gelungenes Pflichtspieldebüt. In der ersten Halbzeit besaß der Mittelfeldspieler unter anderem die große Chance auf seinen ersten Treffer im Trikot der TSG (19.).

SV Elversberg nach Sieg in Duisburg weiter

Die SV Elversberg hat ihr erstes Pflichtspiel als Fußball-Bundesligist erfolgreich bestritten und ist in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Beim Drittligisten MSV Duisburg setzten sich die Saarländer in einem nach der Pause munteren Duell mit 3:1 (1:0) durch und tankten eine Woche vor dem Ligastart Selbstvertrauen.

Für Duisburg ist bei der ersten Pokalteilnahme seit sechs Jahren in der ersten Runde Schluss. Luca Schnellbacher (38.) und Francis Onyeka (88./90.+1) trafen für den Neu-Bundesligisten, Lex Tyger Lobinger (54.) glich sehenswert für den Underdog aus.

Das Momentum zum Spiel
Das Momentum zum SpielFlashscore

Elversberg startete nach guten Ergebnissen in der Vorbereitung mit Rückenwind in die Partie und übernahm früh die Initiative. Die Mannschaft von Trainer Vincent Wagner ließ den Ball gut durch die eigenen Reihen laufen, Duisburg stand sicher und setzte auf Umschaltmomente. Vor den Toren blieb es aber weitgehend ungefährlich.

Elversberg hatte zwar ein großes Plus an Ballbesitz, fand gegen die kompakte Duisburger Defensive aber kaum Lücken. Die Zebras verteidigten in Strafraumnähe konsequent, ihre Konter verpufften jedoch wirkungslos. Insgesamt blieb die Partie zäh. Schnellbacher schaltete im Strafraum am schnellsten und nutzte die erste Großchance des Spiels. Neuzugang Cole Campbell (45.) ließ freistehend vor MSV-Torhüter Maximilian Braune die Vorentscheidung fahrlässig liegen.

Zum Match-Center: MSV Duisburg vs. SV Elversberg

Elversberg kam mit Schwung aus der Kabine - und musste trotzdem den Rückschlag verkraften. Lobinger vollendete ein Solo aus dem eigenen Strafraum mit Wucht zum Ausgleich. Duisburg erhöhte den Druck und hatte zunehmend mehr Freiräume, Elversberg war in dieser Phase zu fehleranfällig und schaffte wenig Entlastung. In der spannenden Schlussphase agierten beide Teams auf Augenhöhe, dabei hatte der Drittligist zunächst die besseren Möglichkeiten: Jan-Simon Symalla (78.) köpfte knapp am langen Pfosten vorbei, Ramien Safi scheiterte freistehend (80.). Onyeka bestrafte die Nachlässigkeiten.

Nach zwei Ligapleiten: Hannover feiert Pokal-Kantersieg

Nach zwei Pleiten zum Saisonstart in der 2. Fußball-Bundesliga hat Hannover 96 im DFB-Pokal einen Kantersieg gefeiert. Beim Bremer Fünftligisten SV Hemelingen setzten sich die Niedersachsen in der ersten Runde völlig problemlos mit 9:1 (6:0) durch.

Thordarson bejubelt seinen Treffer
Thordarson bejubelt seinen TrefferMarco Steinbrenner / DeFodi Images / Profimedia

 

Vor 13.000 Zuschauern im Weserstadion sorgten Stefan Thordarson (5./19.), Lars Gindorf (11./39.), Marcel Hartel (16.) und Benedikt Pichler (21.) schon in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Gindorf legte nach der Pause mit seinem dritten Tor nach (53.), ehe Ledjon Fikaj das erste DFB-Pokaltor der Gastgeber erzielte (56.). Bei ihrer ersten Teilnahme im vergangenen Jahr hatten die Bremer 0:9 gegen den VfL Wolfsburg verloren.

Pichler (88.) und Taycan Etcibasi (90.+1) schraubten das Ergebnis weiter in die Höhe. Die 96er, die erst am letzten Spieltag den Aufstieg in die Bundesliga verspielt hatten, sind mit Niederlagen gegen Energie Cottbus (1:3) und Wolfsburg (0:1) in die Liga gestartet.

Zum Match-Center: Hemelingen vs. Hannover 96