Golf: Keine drei Jahre nach Gehirn-OP – Woodland gewinnt die Houston Open

Gary Woodland mit der Trophäe der Houston Open
Gary Woodland mit der Trophäe der Houston OpenREUTERS

Gary Woodland hat am Sonntag bei den Houston Open einen ganz besonderen Sieg auf der PGA Tour gefeiert. Erst vor wenigen Wochen hatte der 41-jährige US-Amerikaner öffentlich gemacht, dass er nach seiner schweren Gehirnoperation im Jahr 2023 weiterhin mit stressbedingten Problemen und einer posttraumatischen Belastungsstörung kämpft.

Auf dem Memorial-Park-Kurs in Texas behielt Woodland die Nerven: Mit einer finalen 67er-Runde (3 unter Par) sicherte er sich seinen ersten Titel seit dem US-Open-Sieg 2019. Erstmals seit seinem damaligen Major-Triumph ging er als Führender in den Finaltag und setzte mit insgesamt 259 Schlägen (21 unter Par) sogar einen neuen Turnierrekord.

Dieser Erfolg ist besonders bemerkenswert, da Woodland während seines harten Weges zurück an die Weltspitze mehrfach kurz davor stand, seine Karriere zu beenden. "Allen, die gerade eine schwere Zeit durchmachen, möchte ich sagen: Ich hoffe, sie sehen mich und geben nicht auf, sondern kämpfen einfach weiter", sagte ein sichtlich bewegter Woodland unter Tränen direkt nach dem entscheidenden Putt auf dem 18. Grün.

Begleitet von den Sprechchören der Fans und nach einer emotionalen Umarmung mit seiner Frau ergänzte er: "Wir spielen zwar eine Einzelsportart, aber heute war ich nicht allein."

Für Woodland ist es der fünfte Karrieretitel. Gleichzeitig dient der Sieg als perfektes Sprungbrett: Wer nach der nächsten Woche zu den Top 50 der Welt gehört, erhält eine Einladung zum prestigeträchtigen Masters in Augusta, das in 14 Tagen beginnt.

Endstand der Houston Open (Par 70):

1. Gary Woodland (USA): -21 (64-63-65-67)

2. Nicolai Højgaard (DNK): -16 (68-62-63-71)

3. Johnny Keefer (USA): -15 (67-68-66-64)

. Min Woo Lee (AUS): -15 (68-63-67-67)

5. Sam Stevens (USA): -14 (67-65-67-67)