Die beiden Profis, die laut Schindler "keine gute Saison" spielen, haben das Sprichwort "Totgesagte leben länger" zum "Motto des Turniers" ernannt, weil es im Vorfeld des Turniers viel Kritik an den beiden gegeben hatte.
Besonders an Pietreczko: Fans in den sozialen Netzwerken forderten, dass "Pikachu" seinen Startplatz an Deutschlands Nummer drei, Niko Springer, abgeben sollte, da er unter den Symptomen der "Dartitis" leidet. Dabei handelt es sich um eine Blockade, die ähnlich wie Yips beim Golf zu Muskelkrämpfen führt und dafür sorgt, dass Dartsspieler Schwierigkeiten beim Werfen der Pfeile bekommen. Zwischen Februar und Mitte Mai gewann er nur drei von 19 Spielen auf der Tour.
Littler und Humphries als "haushohe Favoriten"
Dennoch ist Schindler von seinem Partner überzeugt: "Er hat mir das Vertrauen gegeben, dass er bis zur Team-WM wieder bereit sein wird, dass er das wieder hinbekommen wird", sagte er über den 31-Jährigen, der sich "den Platz im Team als Deutschlands Nummer zwei verdient" habe.
Im vergangenen Jahr sorgte das Duo für eine Sensation, als es die beiden englischen Ausnahmespieler Luke Littler und Luke Humphries besiegte, die auch dieses Jahr "die haushohen Favoriten" sind. "Ich glaube, wir waren die einzigen in der Halle, die daran geglaubt haben, dass wir dieses Spiel gewinnen", sagte der Mann mit dem Spitznamen "The Wall".
Schindler erwartet weniger als 30 Kilometer von seinem Heimatort Rodgau entfernt ein "tolles Turnier mit einer besonderen Atmosphäre".
Am Donnerstag (ab 19 Uhr/DAZN) trifft Deutschland zunächst auf die Philippinen, am Freitag folgt das Duell mit Neuseeland. Nur der Gruppensieger qualifiziert sich für das Achtelfinale, für das die vier topgesetzten Nationen England, Niederlande, Schottland und Nordirland gesetzt sind.
