"Das ist natürlich für uns und für den Verein das ganz große Highlight", sagte Knorr dem Sport-Informations-Dienst (SID) vor dem mit Spannung erwarteten Finalturnier in der Champions League. Während Titelverteidiger SC Magdeburg und die Füchse Berlin, die sich in der Neuauflage des Vorjahresendspiels im ersten Halbfinale am Samstag (15.00 Uhr/Dyn und DAZN) duellieren, inzwischen zu den deutschen Stammgästen zählen, feiert der Spielmacher des dänischen Topklubs Aalborg HB seine Köln-Premiere.
Zum Match-Center: Aalborg HB vs. FC Barcelona
Im Gepäck hat Knorr jede Menge Selbstvertrauen. Pokalsieger wurde er in seiner ersten Saison in Dänemark, in der vergangenen Woche führte der 26-Jährige sein Team dann zum Meistertitel - doch Knorr hat noch nicht fertig. "Wir hatten ein bisschen frei und haben ein bisschen gefeiert", berichtet er. Jetzt, betont Knorr, liege der "volle Fokus" auf dem kommenden Wochenende. "Mal sehen, was möglich ist." Aalborg winkt das Triple, Knorr die Krönung zum König von Köln.
Juri Knorr: Ein Traum wird wahr
Knorr ist diesmal jedenfalls mittendrin statt nur dabei, wenn der Titel in der Königsklasse vergeben wird. Er sitzt nicht wie früher auf dem Oberrang, um seinen Idolen zuzujubeln. Er ist diesmal selbst eines. Im Halbfinale am Samstag (18.00 Uhr/Dyn und DAZN) gegen den Rekordchampion FC Barcelona, für den er in der Jugend selbst auflief, dürften die Augen vor allem auf den Rückraumspieler mit der blonden Mähne gerichtet sein.
Wie wertvoll Knorr für Aalborg ist, bewies er im Finale um die dänische Meisterschaft. Beim Sieg in Spiel 1 (30:29) avancierte er mit acht Treffern zum besten Torschützen, in der zweiten Partie (35:31) stand er "gefühlt nur zwei Angriffe" auf dem Feld, ehe er mit einer leichten Kopfverletzung raus musste. "Das sollte wahrscheinlich wieder gut sein", sagt Knorr.
Nun freut er sich einfach, in Köln dabei zu sein, "das war ein sehr großer Traum von mir", sagt Knorr. Als Favorit gilt Aalborg angesichts der namhaften Konkurrenz nicht, aber das kümmert Knorr nicht weiter. "Ich habe schon oft als Fan erlebt, dass sich in Köln der Underdog durchsetzt", sagt er. Diesmal will er seinen Teil dazu beitragen.
