Am liebsten ein zweiter Spielmacher
"Ich sehe meine Rolle jetzt als einer von zwei Zehnern", sagte Harry Kane der BBC: "Ich liebe es, jemanden neben mir zu haben, mit dem ich kombinieren kann."
Als reiner Strafraumstürmer "wird man oft von zwei Innenverteidigern in die Zange genommen und hat Schwierigkeiten, überhaupt an den Ball zu kommen. Man ist darauf angewiesen, dass die anderen einen in Szene setzen."
Das ist als Teilzeit-Regisseur anders. Als solcher sei etwa seine Aufgabe, gemeinsam auf einer Seite Überzahl zu schaffen und den Gegner vor die Frage zu stellen, wen er decken soll.

So entstünden Räume, "in die unsere Flügelspieler oder Außenverteidiger vorstoßen können". Das stelle den Gegner vor diverse, oft mehrere Probleme – und erweitere auch die Möglichkeiten für Kane selbst.
Wann der 33-Jährige wo auftaucht, sei auch eine Frage des "Instinkts, ich benutze mein Fußball-Gehirn und bekomme ein Gespür dafür auf dem Platz".
Hohe Anpassungsfähigkeit
So beobachte er den Gegner stets in den ersten fünf bis zehn Minuten eines Spiels, um zu verstehen, was dessen Plan sei. Eine ähnliche Herangehensweise hatte auch Lionel Messi zu seinen besten Zeiten.
Kane zeigt große Anpassungsfähigkeit. Der Gegner diktiere, "wie ich spiele". Es gehe etwa darum, einen gegnerischen Abwehrspieler aus dem Zentrum zu locken.
Seine veränderte Spielweise, sagte Kane, sei auch eine Reaktion auf das immer stärker verbreitete Mann-gegen-Mann über den ganzen Platz.
Wichtig sei im Spiel der Bayern dabei, dass jede Position immer besetzt sei – aber nicht, von wem. Kane schafft mit seinen Läufen Räume und für sich selbst die Option, auch mal von der Strafraumgrenze aus zum Abschluss zu kommen, "was eine große Stärke von mir ist".
Match-Center: Schalke 04 vs. Bayern München
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