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"Mir fehlen die Worte": Draisaitl und McDavid zerlegen die NHL

Draisaitl (l.) und McDavid (r.)
Draisaitl (l.) und McDavid (r.)Leila Devlin / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP / Profimedia

Leon Draisaitl nimmt mit Connor McDavid die NHL auseinander. Auf dem Weg zum großen Ziel ist das Super-Duo in außerirdischen Sphären unterwegs.

Am Ende menschelten Leon Draisaitl und Connor McDavid dann doch noch. Nach allen Regeln der Eishockey-Kunst hatte das Super-Duo die Meister-Defensive der Carolina Hurricanes zerlegt – mit je zwei Treffern und drei Assists eine außerirdische Zehn-Punkte-Gala aufs Eis gezaubert. Im Shootout aber versagten dem Kölner und dem Kanadier die Nerven.

An diesem Abend der Superlative blieb das nur ein Randaspekt. Die Edmonton Oilers gewannen gegen den Stanley-Cup-Sieger Carolina Hurricanes trotzdem mit 6:5 nach Penaltyschießen. Als die Stars nach ihrer Two-Men-Show schwächelten, sprang Rückkehrer Ryan Nugent-Hopkins als einziger erfolgreicher Schütze in die Bresche.

"McDrai" kann eben nicht alles regeln – aber vieles. Nach Jahren der verpatzten Saisonstarts passt die Frühform, ligaweit sind die Oilers, trotz defensiver Anfälligkeiten, das zweitbeste Team.

Vor allem Draisaitl und McDavid profitieren vom Trainerwechsel zum umstrittenen Mike Babcock. Denn dieser lässt die Kumpels, die sich trotz fragwürdiger Methoden für den 63-Jährigen aussprachen, ständig gemeinsam in einer Reihe stürmen.

Wenn es läuft, dann läuft es

Das Ergebnis sind schwindelerregende Zahlen. "Für mich ist er vielleicht der beste Spieler, den es je gab", sagte Draisaitl über McDavid, der in den ersten zehn Ligaspielen auf 31 Punkte kommt: "Es ist eine Freude, mit ihm auf dem Eis zu stehen. Mir fehlen da wirklich die Worte."

McDavid führt die Scorerliste unangefochten an. Erster Verfolger ist (wer sonst?) Draisaitl mit 21 Zählern. Mit Verteidiger Evan Bouchard (19) liegt ein weiterer Oilers-Spieler auf Rang drei.

McDavid ist in bestechender Frühform
McDavid ist in bestechender FrühformFlashscore
Draisaitl ebenfalls
Draisaitl ebenfallsFlashscore

"Es läuft gerade. Es wird auch wieder Zeiten geben, wo es nicht so klappt, deshalb versuche ich nicht so viel da reinzulesen", erklärte Draisaitl: "Ich nehme die Tore, wenn sie kommen, und arbeite hart daran, wenn nicht."

Stanley Cup bliebt bleibt das große Ziel

Machen die Superstars so weiter, sind Rekorde nur noch eine Frage der Zeit. McDavid – der erst vierte Spieler der NHL-Geschichte – der nach zehn oder weniger Spielen die 30-Punkte-Marke geknackt hat, würde nach der Hauptrunde hochgerechnet auf 260 Zähler kommen. Die Bestmarke von Wayne Gretzky (215) wäre pulverisiert.

Für Draisaitl, der zum elften Mal in seiner NHL-Karriere in fünf oder mehr Partien am Stück traf, und McDavid zählt bei allen individuellen Auszeichnungen aber nur eines: der ersehnte Stanley Cup.

Seit 1990 hat Edmonton nicht mehr den Titel gewonnen. Der Saisonstart macht Hoffnung, dass sich das schon bald ändert.

Für den ultimativen Erfolg aber ist eine breitere Offensive notwendig, sollte das Super-Duo mal schwächeln. Wie, wenn auch nur ganz kurz, gegen den Meister.

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