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Mission Wiederaufstieg: Wolfsburg startet als Top-Favorit in die 2. Bundesliga

Mission Wiederaufstieg: Wolfsburg startet als Top-Favorit in die 2. Bundesliga
Mission Wiederaufstieg: Wolfsburg startet als Top-Favorit in die 2. BundesligaFoto von SWEN PFORTNER / DPA / DPA PICTURE-ALLIANCE VIA AFP

Der VfL Wolfsburg geht als klarer Aufstiegsfavorit in die neue Saison der 2. Bundesliga. Nach dem chaotischen Abstiegsjahr macht sich Aufbruchstimmung breit.

Dieter Hecking war bester Laune. Beim munteren Fanfest des VfL Wolfsburg präsentierte er mit dem Klub stolz die neuen Stars, der neue Trainer Tobias Strobl versprach vollen Einsatz für das Projekt Wiederaufstieg - und Hecking formulierte den gemeinsamen Traum des Top-Favoriten der 2. Fußball-Bundesliga. "Mein Wunsch ist es, dass wir am Ende der Saison sagen: 'War zwar scheiße, 2. Liga, aber am Ende wurde es doch wieder gut.' Weil der Verein, die Stadt, VW und die Fans zusammengewachsen sind", sagte der Ex-Coach und neue Sport-Geschäftsführer der Wolfsburger.

Rund 15.000 Anhänger lauschten und spendeten zufrieden Applaus. Die Tränen nach dem erstmaligen Bundesliga-Abstieg im Mai sind getrocknet, Trauer und Frust nach einem Sommer des Umbruchs neuer Euphorie und einer lang vermissten Aufbruchstimmung gewichen.

Klotzen statt kleckern auf dem Transfermarkt

Der VfL will sich anders präsentieren als in der chaotischen Abstiegssaison 2025/26. Am besten schon beim Saisonstart gegen den 1. FC Kaiserslautern am Samstag (20.30 Uhr/RTL und Sky). Die Grundlagen dafür wurden auf dem Transfermarkt geschaffen. Rund 23 Millionen Euro sind bisher in neue Spieler geflossen, die Ausgaben übersteigen die aller restlichen 17 Zweitligisten zusammen.

Zum Match-Center: VfL Wolfsburg vs. 1. FC Kaiserslautern

Königstransfer Fabian Reese (Hertha BSC) und Abwehrspieler Hauke Wahl (FC St. Pauli) sind zweitligaerfahren und gelten intern bereits als Führungsspieler. Für Torgefahr sollen Robert Glatzel (Hamburger SV) und Fraser Hornby (Darmstadt 98) sorgen, Rückkehrer Elvis Rexhbecaj (FC Augsburg) schafft Identifikation. Im Gegenzug erzielte Wolfsburg lukrative Erlöse für Spieler wie Konstantinos Koulierakis (AS Rom) oder Patrick Wimmer (TSG Hoffenheim). Weitere Transferbewegungen sind wahrscheinlich.

Einige Stars dürften noch gehen

"Auf der Abgangsseite wird es noch etwas geben, aber wir sind auch noch nicht durch, was die Zugänge angeht", sagte Hecking. Spieler wie Torhüter Kamil Grabara, Denis Vavro oder Mohamed Amoura dürften den Verein noch verlassen und das bereits große Transferplus weiter wachsen lassen. Das Klima in der Kabine soll weiter verbessert werden.

"Die neuen Jungs, die da sind, plus die Veränderungen im Staff, die wir vorgenommen haben – das wächst gerade alles zusammen", sagte Sportdirektor Pirmin Schwegler. Coach Strobl arbeitete die mitunter lethargischen Auftritte und den fehlenden Zusammenhalt aus der Vorsaison auf - und gelobte Besserung.

"Man will hier eine Mannschaft sehen, die sich den Arsch aufreißt, und dann wird einem auch mal etwas verziehen. Das ist die höchste Prämisse, das haben wir den Jungs gesagt", sagte Strobl, der Hecking an der Seitenlinie beerbt hat: "Wir spielen miteinander Fußball – und das sollen alle im Stadion merken." In einem Jahr soll beim Fanfest zur Saisoneröffnung die Bundesliga-Rückkehr gefeiert werden.