Das Chaos beim französischen Traditionsverein FC Nantes geht einfach nicht zu Ende. Nach einer katatstrophalen Spielzeit, die mit dem Abstieg aus der Ligue 1 endete, sorgte Angreifer Mostafa Mohamed mit seinem Verhalten für reichlich Gesprächsstoff.
Den Trainingsstart am 24. Juni hatte der 61-fache Nationalspieler Ägyptens – der nicht in den Kader für die WM 2026 aufgenommen worden war – versäumt. Auch danach blieb er wochenlang den Übungseinheiten fern.
Der Sportzeitung "L’Équipe" zufolge ließ Nantes dem streikenden Profi täglich Nachrichten zukommen, in denen er zum Erscheinen aufgefordert wurde. Mohamed aber blieb fern, obwohl ihm angedroht wurde, dass ihm kein Gehalt ausbezahlt wird, solange er nicht am Training teilnimmt.

Spieler möchte wohl Abgang provozieren
Am Mittwoch hat die Regionalzeitung "Ouest-France" aber berichtet, dass der verlorene Sohn plötzlich wieder aufgetaucht sei. Dem Bericht zufolge habe er ein individuelles Training absolviert, künftig soll Mohamed aber zur zweiten Mannschaft strafversetzt worden sein.
Nach dem Abstieg musste der Torjäger – der in 136 Pflichtspielen für den FCN 29-mal getroffen hat – erhebliche Gehaltseinbusen wahrnehmen, weshalb er offenbar einen Abgang forcieren möchte.
Allerdings liegen Nantes keine Angebote vor, zudem gibt es mangelnde Bereitschaft, Mohamed ablösefrei ziehen zu lassen – denn noch vor vier Jahren wurden für seine Dienste 6 Millionen Euro an Galatasaray überwiesen.
