Zum Hauptinhalt springen

Nach umstrittener Jubel-Geste: Brunner droht Sperre in Frankreich

Paris Brunner steht nach seiner Jubelgeste im Fokus der Ethik-Charta
Paris Brunner steht nach seiner Jubelgeste im Fokus der Ethik-ChartaREUTERS/Manon Cruz

Nach dem aufsehenerregenden Jubel des früheren deutschen U17-Weltmeisters Paris Brunner hat die Disziplinarkommission des französischen Ligaverbandes Ermittlungen aufgenommen. Den Beschluss des Nationalen Ethikkomitees (CNE) gab der französische Fußballverband (FFF) am Montag bekannt. Der Angreifer der AS Monaco hatte seinen sehenswerten Ausgleichstreffer im Ligaspiel bei Racing Straßburg (1:1) vor dem gegnerischen Fanblock bejubelt und dabei mit einer Handbewegung ein Messer, das die Kehle durchschneidet, imitiert.

Anschließend hatte er sich ein Pfeifkonzert der Anhänger anhören müssen. Später erklärte Brunner, die Fans hätten "über meine Familie gesprochen, über meine Mutter, über meinen Vater. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beschimpft haben." Er wollte "nicht respektlos sein", betonte aber, dass seine Geste missverstanden worden sei: "Was ich sagen wollte, war: 'Was für ein Tor, es ist vorbei.'"

Brunner droht eine Sperre

Einer vorläufigen Einschätzung nach "könnte die Geste des Spielers einen Verstoß gegen den in der Ethik-Charta festgeschriebenen Grundsatz des vorbildlichen Verhaltens darstellen", wurde der Präsident des Nationalen Ethikrats, Frédéric Thiriez, von der französischen Sportzeitung L'Équipe zitiert. "Ich möchte jedoch betonen, dass wir den Fall nicht beurteilen. Das wird die Disziplinarkommission tun – ebenso wie die Frage, ob überhaupt eine Sanktion ausgesprochen werden muss."

Brunner hat einen starken Saisonstart hingelegt
Brunner hat einen starken Saisonstart hingelegtFlashscore

Brunner, der 2024 von Borussia Dortmund nach Monaco gewechselt war und sich zum Saisonstart in starker Form gezeigt hat, droht wegen "exzessivem/unangemessenem Verhalten" eine Sperre von einer Partie. Sogar vier Spiele sind möglich, falls sein Verhalten als einschüchternd oder bedrohlich eingestuft werden sollte.