Es sei "wichtig, dass dieses System Infantino auch beendet wird", meinte Neuendorf und betonte, dies sei sogar "zwingend erforderlich". Der FIFA-Präsident strebt ungeachtet seines krachend gescheiterten WM-Investorenplans und der massiven Kritik aus Teilen der Fußballwelt eine weitere Amtszeit an, gewählt wird im März.
Neben anderen fordert vor allem die UEFA mit Präsident Aleksander Ceferin an der Spitze Infantinos Rückzug und bereitet eine Strafanzeige in der Schweiz gegen ihn vor. Erstes Ziel der Europäer ist es, Infantino vor seiner angestrebten Wiederwahl zum Aufgeben zu zwingen.

UEFA wird wohl Gegenkandidat nominieren
Zehn europäische Fußballverbände haben ihm bereits offiziell ihre Unterstützung entzogen, zuletzt Frankreich und Österreich. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) tat dies noch nicht, Neuendorf aber wurde jetzt sehr klar.
Von Seiten der UEFA spreche man aktuell mit anderen Mitgliedsverbänden, um "Mehrheiten zu organisieren" gegen Infantino. Außerdem prüfe man, "wie wir dieses System FIFA nachhaltig verändern können".
Die UEFA wird bis zum Fristende am 18. November mit großer Wahrscheinlichkeit einen Gegenkandidaten ins Rennen schicken.
