ÖFB-Team schöpft trotz Argentinien-Pleite Mut: "Haben gemerkt, dass etwas in der Luft liegt"

ÖFB-Kapitän David Alaba
ÖFB-Kapitän David AlabaČTK / imago sportfotodienst / JOERAN STEINSIEK

Die 0:2-Niederlage gegen Titelverteidiger Argentinien bedeutete zwar den ersten Rückschlag bei der WM 2026, dennoch überwog im Lager des ÖFB-Teams der Stolz auf die gezeigte Leistung. Rangnick, Alaba und Laimer sahen ihre Mannschaft über weite Strecken auf Augenhöhe mit dem Weltmeister.

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick zeigte sich nach der 0:2-Niederlage gegen Argentinien grundsätzlich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. Vor allem die Art und Weise, wie Österreich dem Weltmeister begegnete, stimmte den Deutschen positiv.

„Ich war über weite Strecken mit dem Auftritt wirklich sehr zufrieden. Sowohl mit dem Ball und gegen den Ball haben wir es gut gemacht“, erklärte Rangnick.

Zwei Situationen ließen den Teamchef allerdings nicht los. Zum einen das aus seiner Sicht ungeahndete Foul an Xaver Schlager vor dem Führungstreffer der Argentinier, zum anderen die Entstehung des zweiten Gegentores. "Wir hatten dreimal die Möglichkeit, vor das Tor zu flanken. Wir schießen den Gegner an und geben ihm eine Konterchance."

Mit Blick auf das letzte Gruppenspiel gegen Algerien stellte Rangnick klar, dass die Ausgangslage weiterhin in den eigenen Händen liegt: „Wir müssen schauen, dass wir gut regenerieren. Wir haben eine relativ weite Anreise. Wir werden mindestens einen Punkt brauchen.“

Alaba stolz auf den Auftritt gegen den Weltmeister

Auch Kapitän David Alaba sah viele positive Ansätze. Der Verteidiger hob die individuelle Klasse des Gegners hervor, insbesondere jene von Lionel Messi, wollte die Leistung der eigenen Mannschaft aber keineswegs schmälern. „Wir wussten, dass es eine große Herausforderung wird. Dann haben sie auch einen Spieler, der noch einmal einen Unterschied machen kann. Zwei Spiele mit fünf Toren - diese Zahlen sprechen für sich.“

 

 

Dennoch überwog bei Alaba der Stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. „Trotzdem bin ich stolz auf die Mannschaft. Wir haben versucht, mit dem Ball dagegenzuhalten, mutig zu sein. Vor allem in der zweiten Hälfte konnten wir unser Spiel auf den Platz bringen. Wir haben auf den Lucky Punch gehofft. Wenn das Spiel 1:1 ausgeht, darf sich auch keiner aufregen.“

Laimer lobt Messi – und glaubt an Österreichs Chancen

Konrad Laimer hatte während der zweiten Halbzeit das Gefühl, dass für Österreich durchaus etwas möglich gewesen wäre. „Wir haben gemerkt, dass was in der Luft liegt, dass wir das 1:1 machen oder das Spiel drehen können. Am Ende fehlte der letzte Pass, die letzte Idee, um zuzuschlagen.“

 

 

Gleichzeitig fand der Bayern-Profi lobende Worte für Messi, der mit seinen beiden Treffern erneut den Unterschied ausmachte. „Am Feld ist es lustig zu beobachten, dass er so herumsteht, aber sobald er den Ball bekommt, kann er den Unterschied machen. Das macht ihn so gut, seine Ballführung, sein letzter Pass, seine Kaltschnäuzigkeit ist unglaublich.“

Trotz der Niederlage bleibt das Selbstvertrauen im österreichischen Lager intakt. Das zeigte sich auch in den Aussagen der Argentinier. Matchwinner Lionel Messi sprach von einem „sehr schweren“ Spiel, während Teamchef Lionel Scaloni Österreich als „starken Gegner“ bezeichnete und die hohe Intensität der Rangnick-Elf hervorhob.