Österreich bereit für den Weltmeister: „Wir sind hier, um zu gewinnen“

Marcel Sabitzer gibt die Richtung vor
Marcel Sabitzer gibt die Richtung vorEYE4images/NurPhoto / Shutterstock Editorial / Profimedia

Nach dem erfolgreichen WM-Auftakt gegen Jordanien wartet auf Österreich die wohl schwierigste Aufgabe der Gruppenphase. Gegen Titelverteidiger Argentinien will die Rangnick-Elf ihre bislang makellose Bilanz verteidigen – und für eine Überraschung sorgen.

Mit dem Duell gegen Argentinien steht dem österreichischen Nationalteam bei der FIFA Weltmeisterschaft 2026 die große Bewährungsprobe bevor. Nach dem 3:1-Erfolg gegen Jordanien trifft die Mannschaft von Ralf Rangnick am Montag im Dallas Stadium auf den amtierenden Weltmeister.

Die Ausgangslage verspricht Hochspannung. Beide Teams starteten mit Siegen ins Turnier und führen die Gruppe J an. Während Österreich Jordanien mit 3:1 bezwang, setzte sich Argentinien souverän mit 3:0 gegen Algerien durch. Alle drei Treffer erzielte dabei Superstar Lionel Messi.

Für Rangnick ist klar, welche Dimension diese Aufgabe hat. „Es gibt wenige bis keine Schwächen, die wir entdecken konnten. Sie sind individuell überragend besetzt und haben den besten Spieler, den es jemals gegeben hat in ihren Reihen.“

Der Teamchef fordert deshalb eine außergewöhnliche Leistung seiner Mannschaft: „Vielleicht braucht es die beste Leistung in meiner Amtszeit.“

Sabitzer vor einem besonderen Meilenstein

Für Marcel Sabitzer wird die Partie gleich doppelt besonders. Der Mittelfeldspieler steht vor seinem 100. Länderspiel für Österreich. „Es ist ein großes Spiel für uns, eine große Chance. Die Rahmenbedingungen sind sehr gut. Wir sind hier, um zu gewinnen“, betont Sabitzer.

Zum Matchcenter: Argentinien - Österreich

Gleichzeitig weiß der Routinier um die enorme Qualität des Gegners. „Wenn man sich die Spieler von Argentinien ansieht, dann ist das schon eine hohe Qualität. Wir wissen, was auf uns zukommt. Es wird sehr, sehr schwierig, aber wir werden bereit sein.“

 

 

Dass sein Jubiläum ausgerechnet auf der größten Bühne des Weltfußballs stattfinden könnte, bewegt den 31-Jährigen spürbar. „Das Spiel ist schon sehr besonders für mich. Auch wenn man sich die Umstände, diese Bühne hier ansieht. Das geht mir schon nahe.“

Österreich setzt auf Teamgeist und Energie

Die bisherigen Auftritte im Jahr 2026 geben dem Nationalteam Selbstvertrauen. Österreich gewann bislang sämtliche Länderspiele gegen Ghana, Südkorea, Tunesien und Jordanien. Rangnick sieht darin eine gute Grundlage, weiß aber auch, dass gegen Argentinien nur eine geschlossene Mannschaftsleistung zum Erfolg führen kann. „Wir müssen zeigen, dass wir, was die Mannschaftsleistung betrifft, zu den Besten der WM gehören. Das bedeutet, dass wir taktisch auf einem hohen Niveau spielen müssen, aber auch was die Energie betrifft.“

 

 

Besonders wichtig wird dabei sein, den Fokus nicht ausschließlich auf Messi zu richten. Der Teamchef warnt ausdrücklich davor, Argentinien auf seinen Superstar zu reduzieren. „Argentinien ist viel mehr als nur Lionel Messi. Die Mannschaft ist auf jeder Position herausragend besetzt.“

94.000 Fans erwartet

Die Kulisse könnte kaum größer sein. Rund 94.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden im Dallas Stadium erwartet. Tausende österreichische Fans werden ihr Team im Rahmen eines Fanmarsches zum Stadion begleiten.

Die bisherige Bilanz gegen die Südamerikaner spricht zwar für Argentinien – ein 5:1 im Jahr 1980 und ein 1:1 im Jahr 1990 stehen zu Buche –, doch Rangnick reist keineswegs ohne Hoffnung nach Texas. „Ein Sieg von uns wäre natürlich gegen alle Quoten. Ich halte es aber für möglich.“