Nach den couragierten EuroVolley-Auftritten gegen Serbien und Tschechien hatten sich Österreichs Volleyballerinnen gegen die Ukraine mehr ausgerechnet. Am Ende setzte es jedoch eine klare 0:3-Niederlage (15:25, 16:25, 12:25).
Teamchef Roland Schwab veränderte seine Startformation auf zwei Positionen. Julia Trunner und Marie-Kristin Bruckner begannen, außerdem standen Kapitänin Nina Nesimović, Kora Schaberl, Aida Korman-Mehić und Dana Schmit auf dem Feld.
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Der Start verlief vielversprechend. Österreich ging mit 4:1 in Führung, die Ukraine stellte jedoch auf 5:5 und übernahm danach zunehmend die Kontrolle. Aus einem knappen 10:9 wurde rasch ein 14:9. Der erste Durchgang ging schließlich mit 25:15 an die Ukrainerinnen.
„Wir sind im ersten Satz mit viel Energie hineingegangen und dominant gestartet. Die Führung haben wir dann zu leicht selbst aus der Hand gegeben“, analysierte Schwab.
Österreich verliert nach gutem Start den Faden
Auch im zweiten Satz hielt Rot-Weiß-Rot zunächst dagegen. Nach mehreren ausgeglichenen Zwischenständen erspielte sich Österreich sogar eine 12:10-Führung. Danach kippte die Partie allerdings endgültig.
Die Ukraine erhöhte den Druck und entschied auch diesen Durchgang klar mit 25:16 für sich. Im dritten Satz sorgte schließlich eine 9:0-Serie von 8:5 auf 17:5 für die Entscheidung. Nach 70 Minuten war die dritte österreichische Niederlage im dritten EM-Spiel besiegelt. „Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden. Das war heute unsere schwächste Leistung hier“, fasste Kora Schaberl zusammen.
Ähnlich sah es Julia Trunner: „Wir haben uns nach den ersten beiden Spielen, in denen wir uns gut präsentiert haben, heute mehr vorgenommen. Im Angriff haben wir es nicht geschafft, durchzukommen, und auch die Annahme hat gewackelt.“
Auch die Zahlen spiegelten die Kräfteverhältnisse wider. Die Ukraine verbuchte 42 Angriffspunkte gegenüber 25 der Österreicherinnen und schlug sechs Asse. Österreich kam lediglich auf eines. Mit zehn zu sechs Blocks hatte der Gegner ebenfalls Vorteile.
Beste Scorerin im ÖVV-Team war Schaberl mit neun Punkten vor Anamarija Galić mit sieben und Carmen Raab mit fünf. Herausragende Akteurin der Partie war Anna Artyshuk mit 21 Punkten für die Ukraine.
Nächste Chance gegen Griechenland
Für die Ukraine war es nach Niederlagen gegen Bulgarien und Griechenland der erste Erfolg bei dieser EM. Österreich wartet hingegen weiterhin auf den ersten Satzgewinn. „Wir haben uns mehr erwartet, einen Satz oder sogar einen Sieg“, gab Galić zu. „Wir wollen aus dem heutigen Spiel lernen und es morgen besser machen.“
Bereits am Dienstag bietet sich die nächste Gelegenheit. Ab 15:50 Uhr trifft Österreich auf Griechenland. Die Griechinnen halten nach drei Spielen bei zwei Siegen und einer Niederlage.
Schwab fordert dabei vor allem mehr Konstanz: „Die Hoffnung war da, dass wir heute einen Satz holen können, und so sind wir auch gestartet. Aber uns fehlt noch die Stabilität. Gegen Griechenland müssen wir wieder so starten wie im ersten Satz.“
