Zum Hauptinhalt springen

Ronaldo zündet die "Bombe" – War es das mit Cristiano und Portugal?

146 Tore in 234 Länderspielen bedeuten gleich zwei Weltrekorde
146 Tore in 234 Länderspielen bedeuten gleich zwei WeltrekordeREUTERS/Pedro Nunes

Cristiano Ronaldo verlässt beleidigt und im Streit die portugiesische Nationalmannschaft – ein Zurück ist kaum noch vorstellbar.

Pedro Proenca und Jorge Jesus versuchten wirklich alles. Bis zum Flughafen von Kopenhagen verfolgten sie den bockigen Superstar der portugiesischen Nationalmannschaft, um die maximale Eskalation doch noch irgendwie abzuwenden – so berichtet es die spanische Zeitung Marca.

Doch alle Bemühungen des Verbandspräsidenten und des Nationaltrainers halfen nicht. Am späten Mittwochabend hob Cristiano Ronaldo im Privatjet ab in Richtung Madrid. Und besiegelte so wohl das unwürdige Ende seiner glorreichen Karriere im Trikot der Selecao.

Zumindest die heimische Presse hatte nach der spektakulären Flucht des 41-Jährigen aus dem Trainingcamp der portugiesischen Auswahl ihr Urteil schnell gefällt.

"Die Entscheidung ist gefallen und unwiderruflich: Cristiano Ronaldo kehrt nicht in die Nationalmannschaft zurück", verkündete O Jogo. Und A Bola schrieb von einer "Schockwelle" im Weltfußball.

Ronaldos Beiträge zur Nationalmannschaft in den letzten Jahren
Ronaldos Beiträge zur Nationalmannschaft in den letzten JahrenFlashscore

Ersatzbank gefällt CR7 überhaupt nicht

Ronaldo selbst ließ die Konsequenzen seines unrühmlichen Abgangs noch offen. Sein Posting auf Instagram ließ das nahende Ende seiner Nationalmannschaftskarriere jedoch vermuten. 

"Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft sagen, der ich mich stets mit ganzer Kraft gewidmet habe", schrieb Ronaldo dort.

Begonnen hatte der am Mittwoch eskalierte Konflikt, der in Portugal "wie eine Bombe" einschlug, wie die spanische AS schrieb, bereits am Sonntag. In der Nations-League-Partie gegen Norwegen (2:1) hatte Nationaltrainer Jesus Ronaldo 90 Minuten lang auf der Bank schmoren lassen.

Die Reservistenrolle gefällt Cristiano überhaupt nicht
Die Reservistenrolle gefällt Cristiano überhaupt nichtLise Aserud/NTB via REUTERS

Nach dem Spiel verzichtete der Stürmer des Saudi-Klubs Al-Nassr auf den Gang zu den Fans. Zwei Tage später stellte der 234-malige Nationalspieler dann demonstrativ seine Abschottung vom Team zur Schau, als er allein mit Kaffeebecher und Handy in der Hand über den Rasen im Stadion von Malmö schritt – nur um im Anschluss beim Training seiner Teamkollegen zu fehlen.

CR7 mit Kaffeebecher und Smartphone
CR7 mit Kaffeebecher und SmartphoneJOHAN NILSSON / TT NEWS AGENCY / TT NEWS AGENCY VIA AFP

Am Donnerstag gegen Dänemark

Jesus – der schon in Saudi-Arabien mit Ronaldo gearbeitet hatte – versuchte vor der Partie gegen Dänemark am Donnerstag (20:45 Uhr/DAZN), die Wogen zu glätten. 

Er betonte, es habe "keinerlei Zwischenfall" gegeben. Gleichwohl wolle er erneut auf Ronaldo in der Startelf verzichten, kündigte der 72-Jährige an: "Wenn ich ihn brauche, wird er eingewechselt."

Jesus wollte die Lage beruhigen
Jesus wollte die Lage beruhigenLiselotte Sabroe/Ritzau Scanpix via REUTERS

Garantieren wollte er Ronaldo einen Einsatz indes nicht – was den Europameister von 2016 offenbar dazu veranlasste, sich schleunigst aus dem Staub zu machen.

Match-Center: Dänemark vs. Portugal

Flashscore bei Google bevorzugenSo siehst du unsere News öfter
HinzufügenBei Google hinzufügen