„Nach vielen Jahren im Skirennsport ist für mich die Zeit gekommen, meine Karriere als Skirennläufer zu beenden.“ Mit diesen Worten hat Max Franz am Sonntag seinen Rücktritt bekannt gegeben. Der 37-jährige Kärntner zieht damit einen Schlussstrich unter eine erfolgreiche, aber auch von schweren Verletzungen geprägte Laufbahn.
„Es fällt mir nicht leicht. Der Skisport war mein Leben. Er hat mich geprägt und mir unvergessliche Momente geschenkt“, schrieb Franz in den sozialen Netzwerken.
Der Speed-Spezialist feierte während seiner Karriere drei Weltcupsiege und stand insgesamt zehnmal auf dem Podest. Zu seinen größten Erfolgen zählt die Bronzemedaille in der Abfahrt bei der Weltmeisterschaft 2017 in St. Moritz.
Schwerer Sturz veränderte sein Leben
Im November 2022 nahm die Karriere des Kärntners eine dramatische Wendung. Bei einem Trainingssturz in Copper Mountain erlitt Franz eine offene Unterschenkelfraktur am linken Bein sowie eine komplizierte Fraktur am rechten Unterschenkel mit Nervenverletzungen.
Es folgten zahlreiche Operationen und ein jahrelanger Rehabilitationsprozess. Dennoch wollte sich Franz mit einem verletzungsbedingten Karriereende nicht abfinden.
Sein großes Ziel blieb die Rückkehr in den Weltcup. Im Dezember 2025 gelang ihm schließlich nach mehr als drei Jahren Pause das Comeback in Gröden. Sportlich verlief die Rückkehr nicht nach Wunsch. Franz schied in der Abfahrt nach einem missglückten Sprung im oberen Streckenteil aus. Es sollte sein letzter Weltcup-Auftritt bleiben.
Franz: „Ich habe nie aufgegeben“
In seiner Abschiedsbotschaft blickte Franz nicht nur auf seine Erfolge, sondern vor allem auf die schwierigen Phasen seiner Karriere zurück. „Ich habe nie aufgegeben, auch wenn der Weg oft steinig war. Aber irgendwann kommt der Moment, an dem man erkennen muss, dass es genug ist“, schrieb der 37-Jährige.
Trotz der schweren Verletzungen und Rückschläge überwiegt für den Kärntner die Dankbarkeit. Der Skisport habe ihn gelehrt, geduldig zu sein, Mut zu zeigen und auch nach schwierigen Zeiten wieder aufzustehen.
