Großer Schritt Richtung Viertelfinale: Williams gegen Hawkins mit dem Rücken zur Wand

Barry Hawkins (am Tisch) dominierte die Session gegen Mark Williams (hinten).
Barry Hawkins (am Tisch) dominierte die Session gegen Mark Williams (hinten).Nigel French / PA Images / Profimedia

Mark Williams hat vor der finalen Session gegen Barry Hawkins viel Arbeit vor sich. Das 4:4 aus dem Vormittag ist mittlerweile ein 6:10-Rückstand, nachdem Hawkins die Session über weite Strecken dominiert.

Mark Williams und Barry Hawkins liefern sich am Abend, an dem sie im Crucible Theatre infolge des klaren Siegs von Shaun Murphy über Xiao Guodong die Alleinunterhalter sind, eine XXL-Session. Hawkins ist dabei der über weite Strecken klar bessere Spieler, Williams liefert zwar einen harten Kampf, liegt vor der finalen morgigen Session aber mit 6:10 zurück.

Nachdem die erste Session leistungsgerecht mit 4:4 endete, startete Hawkins mit einer 63 in den Abend. Williams versuchte das Break zwar zu kontern, nach einem Fluke von Hawkins brauchte er allerdings Snooker. Nachdem Williams aber infolge einer gelochten Roten Schwarz verschoss, gab er den Frame sofort auf.

Im Folgeframe führte Williams nach einem 45er Break bereits mit 61:0, verschoss dann aber eine schwierige Rote auf die Mitteltasche. Hawkins nutzte das eiskalt und gewann den Frame mit einer anspruchsvollen 66er Clearence auf die finale Schwarze. Dieses Momentum nahm Hawkins auch in den 11. Frame mit: Mit einem 113er Century Break stellte er locker auf 7:4.

Zum Match-Center: Williams vs. Hawkins

Mark Williams gewinnt Frame mit viel Glück

Williams setzte vor der Pause aber ein wichtiges Lebenszeichen. Nach einem 46er Break verschoss er zwar eine machbare Rote, Hawkins kam daraufhin zwar ins Break, musste im Endspiel auf die Farben nach einem 59er Break aber aussteigen.

Nach mehreren langwierigen Safety-Duellen lochte Williams zwar Grün, Braun und Blau, ließ eine machbare Pinke auf die Mitteltasche aber liegen. Er war dabei jedoch im Glück, da diese nicht lochbar liegen blieb. Doch noch mehr Dusel hatte Williams, nachdem er Pink wieder auf die Mitte verschoss, diese aber als Fluke quer über den Tisch in die Gelbe Ecktasche lief. Da Schwarz direkt vor der unteren linken Tasche lag, ging der Frame nach 43 Minuten doch noch an den Waliser.

Williams und Hawkins liefern sich Mammut-Frame

Hawkins ließ sich davon nach dem Midsession Intervall aber nicht beirren und stellte mit einem 38er und 31er Break die Drei-Frame-Führung problemlos wieder her. Der 14. Frame hatte es dann richtig in sich: Williams ging mit einem 33er Break in Führung, Hawkins knabberte diesen Rückstand aber mit kleineren Breaks ab, ehe er sich mit einer 10-Punkte-Führung beim Endspiel auf die Farben auf Gelb verstelle.

Nach einem Safety-Duell spielte Hawkins einen guten Snooker, bei dem er Gelb hinter Schwarz versteckte. Williams unterliefen daraufhin zwei Fouls auf Schwarz, die ihn 14 wertvolle Punkte kosteten. Der Waliser traf Gelb zwar im dritten Anlauf, musste wenig später aber dabei zusehen, wie Hawkins mit Gelb den Frameball lochte.

Hawkins mit beruhigender Führung vor dritter Session

Doch der Frame war noch lange nicht entschieden: Williams lochte nach einem weiteren taktischen Duell schließlich Grün und Braun, um auf Blau mehrere harte Snooker zu spielen. Doch Hawkins konnte sich immer wieder daraus befreien, so endete der Frame nach exakt einer Stunde, als Williams eine unglückliches Foul unterlief.

Hawkins ging zwar nach kleineren Breaks mit 58:5 in Führung, verschoss dann aber eine lange Pinke mit vier Roten auf den Tisch. Mit dem Rücken zur Wand zeigte Williams dann seine ganze Klasse und drehte den Frame mit einer 54er Clearence und gewann damit seine beiden Frames aus der Session auf die finale Schwarze.

Hawkins belohnte sich im finalen Frame des Abends aber für seine starke Leistung und verwandelte einen Shot-to-Nothing in ein 89er Break, das ihm vor dem morgigen Tag einen komfortablen 10:6-Vorsprung bescherte.