Mark Allen und Wu Yize schrieben mit dem 100-Minuten-Frame gestern zwar WM-Geschichte, konnten dadurch aber nur sechs von acht Frames spielen und trennten sich so mit 7:7. Nach dem Vormittag steht es zwar mit 11:11 immer noch ausgeglichen, die Sessions hätten aber unterschiedlicher kaum sein können. Wu und Allen lieferten sich spektakulär hochklassige Frames, die von hohen Breaks dominiert worden.
Gleich zum Auftakt setzte Wu ein dickes Ausrufezeichen: Er spielte mit 142 Punkten das zweithöchste Break im Crucible 2026 - nur Allen gelang mit 145 Punkten in der zweiten Session eine höhere Aufnahme.
Zum Match-Center: Allen vs. Wu
Allen kontert Wu mit starken Breaks
Nach einem ausgeglichenen Frame mit Chancen auf beiden Seiten schnappte sich Allen dank eines 56er Breaks den zweiten Durchgang. Doch Wu war in dieser Phase der bessere Spieler und ging dank einer 76 und eines 121er Centurys mit 10:8 ins Midsession Intervall.
Allen antwortete nach der Pause bärenstark: Mit seiner zweiten Chance im 19. Frame spielte der Nordire eine starke 85, im 20. Frame brauchte er auch zwei Anläufe, doch der Frame war dank einer 99er Clearence nie gefährdet.
Wu mit zweiter Total Clearence
Wu hatte aber die perfekte Antwort darauf. Mit 140 Punkten gelang ihm die zweite Total Clearence, dabei spielte er hervorragendes Snooker - vor allem als er eigentlich bei einer Roten die Stellung verlor, dank einer versetzten Kombination aber im Break blieb.
Der finale Frame war dann der mit Abstand längste der Session. Wu unterlief beim Stand von 31:14 ein ungewöhnlicher Fehler, als er bei einer Safety ohne Not den Spielball in die Mitteltasche lochte. Allen machte daraus zunächst zwar keine Frame-bringendes Break, forcierte mit starken Safetys aber einen erneuten Patzer von Wu, der bei einem "Hit and Hope"-Stoß Allen das Bild öffnete. Der Nordire sammelte genug Punkte, sodass der Chinese daraufhin Snooker brauchte. Nach ein paar Versuchen ohne wirkliche Chance gab Wu aber auf.
