Selby mit starkem Turnierstart, Wakelin im Achtelfinale

Mark Selby (am Tisch) brachte Jak Jones (hinten) regelmäßig zur Verzweiflung.
Mark Selby (am Tisch) brachte Jak Jones (hinten) regelmäßig zur Verzweiflung.Richard Sellers, PA Images / Alamy / Profimedia

Mark Selby nutzt am Vormittag die Fehler eines völlig neben sich stehenden Jak Jones' und geht mit einer 7:2-Führung in die finale Session. Auf dem Nebentisch zieht Chris Wakelin dank eines starken Zwischenspurts mit 10:6 ins Achtelfinale ein.

In einer alles andere als perfekten Session nimmt Mark Selby gegen Jak Jones eine komfortable 7:2-Führung in den zweiten Teil am Abend. Selby hat im Breakbuilding immer wieder Schwierigkeiten mit Stellungen und teils machbaren Bällen, profitiert aber von einem lange schwachen Jones.

Das Match startete Selby aber höchst konzentriert und nutzte seine erste Chance zu einem Frame-entscheidenden 67er Break. Auch den zweiten Frame holte Selby souverän, auch wenn er nach einem 46er Break eine leichte Rote liegen ließ. Jones konnte daraus nicht mehr als elf Punkte ziehen, ehe er Selby wieder an den Tisch ließ, der den Sack dann zumachte.

Zum Match-Center: Selby vs. Jones

Mark Selby: Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss

Im dritten Frame war Jones dann auf dem Weg zu seinem ersten Frame-Gewinn, verstellte sich nach 54 Punkten in Serie aber auf Grün. Da Selby zuvor bereits ein 46er Break erzielte, lieferten sich die beiden Kontrahenten anschließend ein längeres taktisches Duell auf Braun. Selby ging daraus als Sieger hervor und lochte die benötigten Kugeln bis Pink zum 3:0. Auch der vierte Frame von Selby war zwar nicht fehlerfrei, ein 50er Break reichte dem viermaligen Weltmeister aber, um schadlos ins Midsession Intervall zu kommen.

Das Spiel veränderte sich nach der Pause nicht. Jones bekam immer wieder Chancen, leistete sich aber viel zu viele Lochfehler. Zwischendurch fiel seine Lochquote sogar auf unterirdische 76 Prozent. So konnte sich Selby ebenfalls kleinere Aussetzer leisten, ohne dafür bestraft zu werden. Das änderte sich im siebten Frame, der ebenfalls wie viele Frames umkämpft war, letztlich aber dank einer 34er Clearence bis Pink an Jones ging.

Das war aber nicht der Startschuss einer Aufholjagd. Selby antwortete mit einer 78, die sein höchstes Break der Session war und ging wieder mit sechs Frames in Führung. Doch das letzte Wort gehörte Jones, der mit einer 90 ebenfalls sein mit Abstand höchstes Break des Tages spielte und zum Abschluss der Session auf 2:7 verkürzte.

Chris Wakelin lässt Liam Pullen keine Chance

Auf dem Nebentisch war die Session schneller beendet. Nach einer 5:4-Führung verlor Chris Wakelin zwar den ersten Frame des Tages gegen Liam Pullen, konnte aber in der Folge vier Frames in Serie für sich entscheiden, ehe er im 16. Frame dann endgültig das Match entschied.

Zum Match-Center: Wakelin vs. Pullen

Pullen startete mit einer beeindruckenden 96, doch Wakelin antwortete darauf mit Breaks von 72, 60 und 62 Punkten und stellte noch vor der Pause auf 8:5. Dank einer Serie von kleineren Breaks holte er sich dann auch den ersten Frame nach dem Midsession Intervall.

Crucible-Debütant Pullen spielte mit dem Rücken zur Wand zwar ein starkes 121er Century Break, musste sich aber einen Frame später infolge einer 62 von Wakelin dennoch geschlagen geben. Wakelin trifft im Achtelfinale auf den Sieger zwischen Neil Robertson und Pang Junxu, die heute Abend als letztes ihr Erstrundenmatch beginnen.