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Lombardei-Rundfahrt: Radprofis protestieren für mehr Sicherheit

Isaac del Toro, Remco Evenepoel und Brandon McNulty an der Startlinie
Isaac del Toro, Remco Evenepoel und Brandon McNulty an der StartlinieLaPresse / Sipa USA / Profimedia

Vor dem Start der 120. Lombardei-Rundfahrt haben die Radprofis mit einem öffentlichen Protest bessere Sicherheitsvorkehrungen eingefordert. Das Fahrerfeld hielt an der Startrampe in Bergamo fünf Minuten inne und verzögerte so den Beginn des Eintages-Klassikers in Italien. Der Weltverband UCI, so lautet der Vorwurf der Profis, habe seit dem tragischen Unfalltod des Briten Finlay Tarling im August zu wenig nachgebessert. Immer wieder tauchten seither Kraftfahrzeuge auf den Streckenabschnitten internationaler Rennen auf.

Remco Evenepoel, Teamkollege von Florian Lipowitz bei Red Bull-Bora-hansgrohe, ergriff per Mikrofon das Wort und sprach "nicht nur für die Jungs, die hier sind, sondern für alle im Profiradsport".

Ziel sei es, "der ganzen Welt zu zeigen, dass wir nicht weiter akzeptieren können, dass Fahrer verletzt werden oder sterben, während sie das tun, was wir am meisten lieben", sagte Evenepoel: "An die Organisatoren: Bitte stellt sicher, dass wir sicher Rennen fahren können, ohne uns Sorgen über Autos, Motorräder und ähnliches machen zu müssen."

Tarlings tödlicher Unfall hatte Mitte August die Radsportwelt erschüttert, dabei war ein Auto auf der Gegenfahrbahn unterwegs, es kam zum Frontalzusammenstoß. Nur eine Woche später wäre es bei der Tour of Britain der Frauen beinahe zu einem weiteren Unfall mit einem unbeteiligten Fahrzeug gekommen, in den vergangenen Tagen gab es zudem gefährliche Situationen mit einem Lieferwagen und einem Motorrad bei zwei Rennen in Italien.

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