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Stuttgart vor Atlético-Kracher: Hoeneß will sich die Vorfreude nicht nehmen lassen

Was ist drin für Hoeneß (r.), El Khannouss und den VfB?
Was ist drin für Hoeneß (r.), El Khannouss und den VfB?REUTERS/Radovan Stoklasa

Europacup-Lust statt Liga-Frust: Der ambitionierte VfB Stuttgart sieht dem Champions-League-Kracher gegen Atlético Madrid trotz eines ernüchternden Alltags mit großer Euphorie entgegen. "Es wird sicher großartig für uns alle. Für den VfB, für die Region - und das werden wir uns auch nicht nehmen lassen", sagte Trainer Sebastian Hoeneß vor dem Highlight am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video) gegen das europäische Topteam von Coach Diego Simeone trotzig.

Während Kapitän Deniz Undav und Co. in der Bundesliga die hohen Erwartungen bislang bei Weitem nicht erfüllen konnten, läuft es für die Schwaben in der Königsklasse überraschend gut. Mit zwei Siegen steht der VfB in der Ligaphase sogar auf Rang vier - vor Größen wie dem FC Liverpool, dem FC Arsenal oder Real Madrid.

Zum Match-Center: VfB Stuttgart vs. Atlético Madrid

Für Sportvorstand Fabian Wohlgemuth ist dies aber trotz des Traumstarts gegen Stavanger (3:1) und Bratislava (3:0) nur eine schöne Momentaufnahme. "Das ist ein Pfund. Die sechs Punkte haben wir jetzt eingefahren und uns dadurch eine gute Ausgangsposition für die nächsten Spiele geschaffen. Aber jetzt kommen stärkere Gegner", sagte Wohlgemuth und fügte an: "Jetzt müssen wir alles versuchen, um auch gegen Atlético Punkte zu holen."

Atlético wird zur echten Bewährungsprobe

Wie schwer das gegen den unbequemen Tabellenzweiten der spanischen Liga um den Ex-Leverkusener Alejandro Grimaldo, Weltmeister Álex Baena oder Topangreifer Julián Álvarez werden wird, weiß Wohlgemuth zu genau. "Es ist eine Mannschaft, die sehr männlich und sehr erwachsen auftritt", sagte er. Aber es ist auch eine Mannschaft, die nach einer Niederlage in der Champions League beim FC Liverpool (1:2) und dem Sieg über Manchester United (2:0) nicht verlieren sollte.

Atletico ist Favorit
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Beim VfB kommt allerdings nach dem 0:1 in Hamburg eine Qualitätsdebatte zur Unzeit. Gerade Undav hatte nach schon vier Niederlagen in sechs Ligaspielen Alarm geschlagen. Man müsse sich "eingestehen, dass wir gerade keine Spitzenmannschaft sind. Uns fehlt sehr viel von dem, was uns in den vergangenen zwei, drei Jahren ausgezeichnet hat", sagte der Angreifer.

Hoeneß vertraut auf die Treffsicherheit seiner Spieler

Vor allem die mangelhafte Chancenverwertung in der Liga treibt die Schwaben um. In der Königsklasse haben Ermedin Demirovic (vier) und Undav schon fünf Mal getroffen, in der Liga erst ein einziges Mal (Demirovic). Sturmtalent Dzenan Pejcinovic wartet in Liga und Europapokal sogar noch auf seinen ersten Treffer. Hoeneß will daraus aber kein großes Thema machen. Man habe "genügend Spieler", sagte er, "die schnell wieder treffen werden".

Am besten gegen Atlético, um nicht auch noch in der Königsklasse Frust zu schieben.

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