"Mein wichtigstes Turnier des Jahres steht an", sagte Sinner, der beim zweiten Grand-Slam-Turnier des Jahres in der französischen Hauptstadt so klar favorisiert sein wird zuletzt wohl Sandplatzkönig Rafael Nadal: "Ich möchte mir nicht zu viel Druck machen, denn der Druck ist ohnehin da. Das Wichtigste ist jetzt, eine Pause einzulegen und das Richtige zu tun."
Sinner, von der Gazetta dello Sport auf dem Titelblatt zum "Gigant" erhoben, will nun am Eiffelturm auch seinen Karriere-Slam komplettieren. Nach den Siegen in Melbourne (2024, 2025), Wimbledon (2025) und New York (2024) soll der Titel beim wichtigsten Sandplatzturnier des Jahres folgen. Aktuell fehlt den Konkurrenten um Alexander Zverev in Abwesenheit des verletzten Carlos Alcaraz jede Fantasie, wie sie den Favoritensieg verhindern sollen.
Sinner-Anreise in Paris am Donnerstag
Sinner gewinnt, wie er will. Nach Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid sicherte er sich in Rom auch den fünften Titel bei ATP-1000ern in diesem Jahr mit einem souveränen 6:4, 6:4-Finalerfolg gegen den Norweger Casper Ruud. Inklusive des Masters-Triumphs in Paris aus dem vergangenen Jahr sind es sogar sechs in Serie - einmalig.
Zudem bescherte Sinner seinen Landsleuten in Rom den ersten Turniersieg eines Italieners seit Adriano Panatta 1976. Panatta triumphierte danach im selben Jahr auch am Bois de Boulogne - und erwartet genau dies vom aktuellen Weltranglistenersten ebenfalls. "Ich habe ihn daran erinnert, dass ich auch in Paris sein werde, um dem Sieger den Pokal zu überreichen", sagte Panatta dann auch direkt: "Und ich habe ihm gesagt, dass ich auf ihn warte, ich möchte diese Zeremonie unbedingt wiederholen."
Sinner wäre damit völlig einverstanden, wollte nach seinem Titel in Rom aber erst einmal abschalten. "Ich möchte mit meiner Familie ein paar Tage verbringen", sagte er: "Ich schalte erst mal vom Tennis ab, aber ab Donnerstag werde ich wohl in Paris sein." Mit einer klaren Mission.
