"Man trainiert jeden Tag, um diese Momente zu erleben. Ich fühle mich unglaublich befreit. Ich habe nie aufgehört, daran zu glauben", so der sichtlich gerührte Spanier in seiner Dankesrede.
Durch den Sieg über Jódar (20) sicherte Davidovich Fokina nebenbei Boris Becker eine Bestmarke in den Statistikbüchern der ATP. Becker hatte von seinem ersten Einzug unter die Top 100 bis zum Debüt in den Top 10 einst 210 Tage (Dezember 1984 bis Oktober 1985) gebraucht. Jódar hätte diesen Rekord knacken können, klettert am Montag aber nur auf Platz elf.
Federer als Zuschauer bei Davidovich-Triumph
Davidovich Fokina hatte zuletzt in China bereits den Titel in Chengdu geholt, es war der zweite Titel seiner Karriere, nachdem er die ersten fünf Endspiele auf der ATP-Tour verloren hatte. In Shanghai vollendete er gegen Jódar seinen Traumlauf, bei dem er unter anderem die Top-10-Spieler Frances Tiafoe (USA) und Zverev (Hamburg) schlug. In der Weltrangliste wird er am Montag auf Platz 13 und damit so hoch wie nie zuvor geführt.
Gegen Jódar war Davidovich Fokina im ersten Satz chancenlos und im zweiten Satz nur zwei Punkte von der Niederlage entfernt. Doch vor den Augen der früheren Weltklassespieler Roger Federer und Marat Safin, die auf der Tribüne fachsimpelten, kämpfte er sich in den entscheidenden Durchgang. Dort erwies er sich als zäher, nervenstärker und erfahrener als sein Kontrahent.
Zum Match-Center: Alejandro Davidovich Fokina vs. Rafael Jodar
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