"Das Ding wollte einfach nicht rein"
Pech? Oder wieder mal Unvermögen? Tatsächlich ließ der VfB Stuttgart nach einer schwachen ersten Halbzeit jede Menge Chancen liegen, um dem Spiel nach den zwei Treffern des Russen Alexei Bartakow (12./15) noch eine Wende zu geben.
Chris Führich traf zwar wunderschön ins Tor (75.) – Deniz Undav, der zuvor noch an die Latte geschossen hatte, stand aber im Abseits.

"Es wäre sehr spannend gewesen zu sehen, was passiert wäre, wenn wir ein Tor machen - und es gab genug Möglichkeiten. Aber das Ding wollte einfach nicht rein", sagte Trainer Sebastian Hoeneß bei DAZN. Wie so oft mangelte es seiner Mannschaft dabei an der Effizienz.
Galatasaray war präziser, aber auch begünstigt durch eine 20-minütige Stuttgarter Dämmerphase nach der Chance von Jamie Leweling.
Match-Center: Galatasaray vs. VfB Stuttgart
Lichtblick Spalt
Mit den beiden Gegentreffern in der wilden ersten halben Stunde war der VfB Stuttgart noch gut bedient. Stabilisierend wirkte erstaunlicherweise der erst 19 Jahre alte Österreicher Yanik Spalt, der den verletzten Atakan Karazor ersetzte (17.).
"Spalti", betonte Hoeneß, "hat ein riesiges Spiel gemacht. Er hat sein Herz in die Hand genommen und abgezockt gespielt wie ein Alter. Er hat sich definitiv beworben für weitere Einsätze."

Stuttgarter lassen sich nicht verunsichern
Nicht nur wegen des gelungenen Champions-League-Debüts von Spalt beschlichen Hoeneß nach dem Spiel im ohrenbetäubenden Hexenkessel von Istanbul "gemischte Gefühle".
Er sei einerseits "stolz auf die Jungs für die Leistung, die sie gezeigt haben". Vor der zweiten Halbzeit könne er "nur den Hut ziehen, wie sie in der Atmosphäre abgerufen haben, was sie sich vorgenommen haben".
Im Ergebnis allerdings spiegelte sich dies nicht wider. Weshalb Hoeneß auch sagte: "Wenn du das Spiel siehst, ist es schon auch sehr, sehr ärgerlich, dass wir es verloren haben."
Mit sieben Punkten aus vier Spielen muss sich der VfB strecken, um den direkten Einzug ins Achtelfinale zu erwirken. "Wir sind top in die Champions League gestartet, wir lassen uns da jetzt nicht von unserem Weg abbringen", versicherte Führich.

