Immer wieder hatte der Engländer massive Schwierigkeiten dabei, sich ins Leg zu spielen. Sowohl beim Check-In, als auch beim Check-Out wies der Publikumsliebling enorme Schwächen auf. Die wusste der "Badboy" der Dartsszene zu nutzen. Price war immer wieder mit gutem Timing zur Stelle und spielte sich so schnell zur 3:0 Führung, gerade der dritte Satz war dabei ein Wirkungstreffer.
Schlussspurt nach Maß
Aspinall, der im Madhouse feststeckte wurde prompt vom Waliser bestraft, den solche Momente einmal wieder sichtlich zu pushen schienen. Doch dann platzte der Knoten beim leichten Underdog im Vorfeld, geschuldet auch durch einen massiven Einbruch des Averages bei Price, der nach zwei verlorenen Sätzen in Folge, dann mit dem 4:2 wieder Druck ausüben konnte.
Es war der Fighting Spirit des Mannes aus Stockport gefragt. Doch der "Iceman" war entgegen seines Spitznamens on Fire, warf im siebten Durchgang sogar sechs perfekte Darts und marschierte mit einem tollen Schlusspurt zum 5:2-Sieg. Im Finale trifft er in seinem 18. Major-Finale nun auf Luke Humphries.
Match-Center: Nathan Aspinall vs. Gerwyn Price
Humphries zeigt seine Klasse
"Cool Hand" Luke gewann die letzten drei Duelle gegen Wade, der zuletzt bei den UK Open vergangenen Jahres gegen den Ex-Weltmeister triumphieren konnte. Doch der Veteran war in bestechender Form, verlor seit Mitte August nur ein Match und strahlte diese Energie auch direkt auf der Bühne in Leicester aus. Nach einigen Wacklern in seiner, sonst so starken, Paradedisziplin des Check-Outs, hatte dann aber Humphries direkt die Nase vorn. Im zweiten Satz steigerte sich das Spielniveau enorm, doch Wade konnte dem Druck standhalten - Knackpunkt, ein Break mit einem 141er Checkout im dritten Leg, was ihm nach Durchbringen seines Anwurfes den Ausgleich bescherte.
Auch danach ging es bunt hin und her, die Zuschauer sahen ein Match auf höchstem Niveau, was auch nach vier Sätzen keine richtige Richtung einnehmen wollte. Luke Humphries zog im fünften Satz das Scoring nochmal an (95,23 zu 76,84), während Wade immer wieder Probleme hatte, ins Leg zu kommen. Diese übertrugen sich auch in den nächsten Durchgang, wo James Wade trotz Break-Führung noch den Satz abgab und Humphries das Match auf dem Silbertablett servierte. Das ließ sich der Engländer nicht zweimal sagen und verwandelte seinen X Match-Dart, um das Duell gegen Gerwyn Price perfekt zu machen.
