Argentinien fiebert dem WM-Viertelfinale in der Nacht zu Sonntag entgegen. Das Duell mit der Schweiz im Arrowhead Stadium von Kansas City gilt für viele Fans des Titelverteidigers als weiterer Schritt auf dem Weg zur erneuten Trophäe. Doch eine Unsicherheit begleitet die Mannschaft: Messis überraschende Probleme beim Elfmeter.
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Argentinien träumt vom nächsten WM-Schritt – Messi bleibt ein Risiko
Für viele ist Lionel Messi der beste Fußballer der Geschichte, ein Ausnahmekönner, der Magie auf den Platz bringt. Bei Weltmeisterschaften hält der Kapitän Argentiniens zudem zahlreiche Rekorde. Gleichzeitig besitzt er inzwischen eine Statistik, die so gar nicht zu seinem Status passen will.

Seit dem Achtelfinale gegen Ägypten, das Argentinien mit 3:2 gewann, steht Messi mit einer ungewöhnlichen Negativmarke in den WM-Geschichtsbüchern. Er hat die meisten Elfmeter in der regulären Spielzeit einer Weltmeisterschaft verschossen. Ausgerechnet diese Schwäche könnte in engen K.-o.-Spielen zum entscheidenden Faktor werden.
FIFA WM 2026
Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni und 19. Juli ausgetragen. Bei Flashscore findest du alle Infos zur Endrunde in in den USA, Kanada und Mexiko.
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Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Messi trat bei diesem Turnier bereits zweimal vom Punkt an und vergab beide Strafstöße. In seiner gesamten WM-Karriere scheiterte er bei vier von acht Elfmetern während der regulären Spielzeit. Für einen Spieler seiner Klasse ist diese Quote außergewöhnlich schwach.
Ein ungewohnter Makel: Messis schwieriges Verhältnis zum Elfmeterpunkt
Auch seine allgemeine Elfmeterbilanz in Pflichtspielen ist deutlich besser, aber nicht überragend. Von 149 Strafstößen außerhalb von Elfmeterschießen verwandelte Messi 116 – eine Erfolgsquote von rund 78 Prozent.
Über die Ursachen lässt sich nur spekulieren. Das Wall Street Journal beschäftigte sich mit der Frage, warum ausgerechnet der wohl kompletteste Fußballer seiner Generation beim Elfmeter nicht konstant glänzt. Unter Berufung auf FIFA-Analysen wurde dabei Messis intuitive Herangehensweise als möglicher Faktor genannt. Sein langes Warten, das Beobachten des Torhüters und die späte Entscheidung für eine Ecke machen ihn schwer berechenbar, können aber auch für weniger Sicherheit sorgen.
Messi selbst kennt seine Schwäche vom Punkt. Nach dem Spiel gegen Ägypten, in dem sein Fehlschuss die Argentinier zwischenzeitlich in Schwierigkeiten brachte, zeigte er sich selbstkritisch. Er sei "sehr wütend" auf sich gewesen und habe "wirklich schlecht geschossen". An seinem Anspruch, auch in entscheidenden Momenten Verantwortung zu übernehmen, ändert das jedoch nichts.
Trotz Schwäche vom Punkt: Messi hat Nervenstärke längst bewiesen
Eine besondere Geschichte über Messis Elfmeterproblem erzählte 2025 Neymar. Während ihrer gemeinsamen Zeit bei Paris Saint-Germain habe Messi ihn einmal nach seiner Technik beim Strafstoß gefragt. Neymars Antwort sei gewesen: "Trainieren und ausprobieren." Der gewünschte Durchbruch vom Punkt blieb bislang allerdings aus.
Dass Messi es besser kann, zeigte er bereits bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar. Damals verwandelte er sechs von sieben Elfmetern, inklusive der Versuche im Elfmeterschießen. Zwar vergab er in der Vorrunde gegen Polen, doch in den entscheidenden Momenten übernahm er weiterhin Verantwortung.
Im Finale gegen Frankreich traf Messi gleich zweimal vom Punkt – einmal während der regulären Spielzeit und einmal im Elfmeterschießen. Am Ende führte sein Team Argentinien zum Weltmeistertitel. Gegen die Schweiz könnte nun erneut eine Szene vom Elfmeterpunkt über den Verlauf der WM entscheiden. Und wieder wird ein ganzes Land darauf schauen, wie Lionel Messi seinen langen Anlauf nimmt.
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