Im Vorfeld des Großen Preises von Aserbaidschan, der am Freitag mit dem ersten freien Training startet, blickte das Fahrerfeld noch einmal zurück: Das vergangene Rennen fand erstmals auf dem Stadtkurs in Madrid statt, geriet jedoch schnell in die Kritik. Mehrere Fahrer – darunter Weltmeister Lando Norris – bemängelten die Strecke, während andere das Rennen schlicht als „Prozession“ abtaten.
In einem Gespräch mit Motorsport.com übte Alonso jedoch nicht nur Kritik am neuen MadRing-Kurs, sondern bemängelte auch die Entwicklung anderer Traditionsskurse: "Silverstone ist eine unglaubliche Strecke, aber sie macht einfach keinen Spaß mehr", so der Aston-Martin-Fahrer. "Auch Spa war fast schon peinlich, wenn man durch die Eau Rouge fährt, genauso wie die 130R in Suzuka. Es gibt Kurse, die in diesem Jahr regelrecht entzaubert wurden."
Alonso: "Kann durchaus frustrierend sein"
Zwar lobte Alonso die derzeitige enorme Popularität der Formel 1, sprach sich gleichzeitig aber für Anpassungen an den Motoren aus. Für die Saison 2027 hat die Formel 1 bereits Änderungen am Verhältnis zwischen Verbrennungs- und Elektromotor angekündigt. Alonso wünscht sich hierbei weniger unmittelbare Beschleunigung durch den Elektromotor, dafür aber eine höhere und ausdauerndere Endgeschwindigkeit. Nach eigenen Angaben steht er dazu regelmäßig im Austausch mit Formel-1-Chef Stefano Domenicali und FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem.
"Wenn man im Cockpit sitzt – besonders, wenn man schon andere Rennserien oder frühere Formel-1-Autos gefahren ist – kann das durchaus frustrierend sein", gestand Alonso ein. Dennoch gab er sich versöhnlich: "Ich habe natürlich nicht alle Informationen. Am Ende müssen wir dem Sport vertrauen."
